Foto: Standortagentur Tirol

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Das Expertenteam unterstrich die Bedeutung von Technologie im Tourismus

Professionalisierung im eTourismus

08.10.2014
Erfolgreich durch die richtige Strategie

Professionalisierung eTourismus – Erfahrungsaustausch

Das aktuelle Thema eTourismus und die dazu gehörigen Marketing- und Vertriebskonzepte stellen für Touristiker eine große Herausforderung im Betriebsalltag dar. Aus einem Expertenworkshop im September 2013 wurden Inhalte und Format für den Professionalisierungsworkshop im LANTECH erarbeitet. In der Kombination aus Expertenwissen und Best Practice-Beispiel konnten den rund 30 Teilnehmern des Erfahrungsaustausches die Themen Positionierung, Marketingmix und Vertrieb greifbar demonstriert werden. Als Orientierungshilfe für notwendige Maßnahmen konnten im anschließenden Get-together touristische Qualifizierungsangebote mit den Anbietern besprochen werden.

Dass die Auswahl einer technischen Lösung erst am Ende vieler Überlegungen stehen sollte, wurde im Vortrag von Prof. Pikkemaat (Institut für innovativen Tourismus, ifit) klar: „Wer nicht automatisch neue Kunden gewinnt, ist falsch positioniert, und genau hier sollten alle Überlegungen angegangen“. Zuerst müsse laut Pikkemaat unbedingt das Produkt fertig entwickelt und durchdacht sein, bevor es an die Wahl einer IT-Lösung geht. Innovation entstünde dann, „wenn ich das Kundenproblem auf neue Art löse. Dann kommt die Nachfrage von selbst!“

Nachdem die Positionierung als wesentliche Säule einer touristischen Professionalisierungsstrategie erreicht wurde, setzt der Markenbildungsprozess ein. Der positive Image- und Markenaufbau ist Hauptgeschäftsfeld von Mag. Michaela Thaler (Sartori & Thaler marketing services gmbh, STMS.at). „Im Hotelangebot sollte der Ästhetik mehr an Beachtung geschenkt werden. Dies entspricht dem LOHAS-Lifestyle mit Erlebnishaltigkeit und Individualität gepaart“. Marketing braucht für Thaler aber auch klare Kontrolle durch Zahlen. IT-Software kann hier sichtbar machen, welche Erfolge durch gezielte Kampagnen an das jeweilige Kundensegment erzielt wurden. „Und Kampagnen für A-, B- oder C-Kunden sind grundsätzlich verschieden anzulegen“, so Thaler.

Als Praxisbeispiel referierte Christian Wandl vom Bio-Hotel Leutascherhof. Während seine Kollegen die Flut an Sonderwünschen durch die gestiegene Sensibilität bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten beklagen, entwickelt sich sein Betrieb genau in diese Richtung der Spezialisierung. „Alles hatte seinen Anfang, als wir im Betrieb nicht mehr mit chemischen Inhaltsstoffen arbeiten wollten. Wir verkaufen nur das was wir haben, die Natur, unsere Freundlichkeit, die Möglichkeiten der Umgebung, und unsere Begeisterung als Touristiker. Das schätzt der Gast über alles. Matthias Müller vom Panoramahotel ERIKA sah das genauso. Mit vergleichsweise geringem Marketingbudget wird das an die Kunden kommuniziert, was im Haus auch wirklich gelebt wird. „Wir verwöhnen mit ausgezeichneter Tiroler Küche, möchten unsere Gäste mit Entspannungsmöglichkeiten in der Natur beglücken und lieben unsere Umwelt, weshalb wir auch mit Hackschnitzelheizung und Sonnenkollektoren arbeiten – für uns und unsere Gäste ganz selbstverständlich. Die meisten Buchungen machen wir beim Check-Out: Die Gäste haben sich bei uns wohl gefühlt und wollen dieses Gefühl im nächsten Jahr wiederholen“.

Johannes Breitfuss vom Tiroler Unternehmen seekda zeigte eindrucksvolle Statistiken vom Partner Google über das Such- und Buchungsverhalten von touristischen Angeboten. Dabei ist das Zusammenspiel der 3 Säulen des Online-Vertriebs wichtig, nämlich Direkt, Meta-Suche und Indirekt. Der Trend zeigt hier klar in Richtung online-Buchungen. Auch die Nutzung von Mobilen Endgeräten zur Reiseinformationsbeschaffung ist zuletzt sowohl bei Geschäfts- als auch Privatreisenden stark gestiegen. Die richtigen Kanäle in der On- aber auch der Offline-Welt zu wählen und für sich zu nutzen bedingt aber auch entsprechende Vorarbeiten.


Susanne Kröll vomApparthotel Garni, Ideengeberin und Entwicklerin des Vermietercoaches beim TVB Mayrhofen/Hippach gab detaillierten Einblick in das neue Rollenverständnis des Verbandes und seiner Aufgaben. Neben bequemen Services für die Vermieter wie professionelles Fotoshooting und Schulungsangebote werden in Kooperation mit lokalen IT-Dienstleistern wichtige Anbindung zum Online-Vertrieb und zu Buchungssystemen hergestellt.

Vorträge zum kostenlosen Download:

Vortrag 01 / B. Pikkemaat, ifit (PDF 12,8 MB)
Vortrag 02 / M. Thaler, STMS.at (PDF 4,2 MB)
Vortrag 03 / M. Müller, Panoramahotel Erka (PDF 900 KB)
Vortrag 04 / J. Breitfuss, seekda (PDF 3,2 MB)
 

 

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