Vernetzung zählt

Warben vor Wiener Netzwerkpartnern für den vernetzten Forschungs- und Technologiestandort Tirol - vlnr.: Harald Gohm (Standortagentur Tirol), Landeshauptmann Günther Platter, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg (alle Tiroler Landesregierung).

Medieninformation: Technologie Lunch Wien - "Vernetzung bestes Rezept für Erfolg von morgen!"

25.09.2014
Vor VertreterInnen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft präsentierten beim Tiroler Standort Lunch in Wien LH Günther Platter, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg laufende Initiativen zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Tirol. Auch Österreichs größtes EU-Projekt aus dem Bereich Smart Cities, das derzeit in Tirol startet, sorgte für Begeisterung.

Mit über 312.000 Beschäftigten erreicht Tirol derzeit einen Höchststand, die Zahl der Unternehmensgündungen liegt stabil auf hohem Niveau. „Weil das Land Tirol ordentlich wirtschaftet, können wir die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie die Unternehmen im Land jedes Jahr mit rund 40 Millionen Euro unterstützen. So investieren wir in die Zukunft und helfen, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen“, hielt LH Platter fest. Um den wirtschaftlichen Herausforderungen von heute bestmöglich begegnen zu können, setzt man in Tirol auf Vernetzung und Innovation: Die Breitbandoffensive, der Ausbau des Bildungs- und Forschungsstandortes, Investitionen in die Energieunabhängigkeit, die Wohnbau- und Sanierungsoffensive, die Vernetzung der Tiroler Hochschulen im Campus Tirol, die Alpenraumstrategie, in der fünf EU-Mitgliedsstaaten (Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Slowenien), zwei Drittstaaten (Schweiz und Liechtenstein) sowie 48 Alpenregionen mit über 70 Millionen Einwohnern eine makroregionale Strategie der EU für den Alpenraum erarbeiten, die Mitarbeit im EU-Kooperationsprogramm Interreg zwischen Österreich und Italien, das EU-Projekt Sinfonia, das Innsbruck und Bozen zu europaweiten Pionierstädten der Energieeffizienz macht, und der Ausbau der Marke Tirol, in der Tourismus, Wirtschaft und Wissenschaft ineinander fließen, bilden dabei wesentliche Eckpunkte.

Kooperationen gezielt anstoßen
Besondere Bedeutung komme auch der Grundlagen- und der angewandten Forschung sowie dem raschen Wissenstransfer von der Forschung in die Wirtschaft zu. „Rund 32 Millionen Euro investierte das Land Tirol 2013 für die Förderung von Wirtschaft, Technologie, Infrastruktur und Breitbandausbau. Damit konnten wir über 10.000 Arbeitsplätze sichern bzw. neu schaffen. Herzstück ist das Programm K-Regio, das – speziell auf die kleinstrukturierte Wirtschaft in Tirol zugeschnitten – Unternehmen und F&E-Einrichtungen zusammenbringt und Innovationen vorantreibt. Bis dato konnten mit K-Regio 13 regionale Kompetenzzentren installiert werden. 93 Partner, ausschließlich Tiroler Unternehmen und Forschungseinrichtungen, waren oder sind bis heute beteiligt, im Herbst werden wir eine neue Ausschreibung starten“, berichtete Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Tiroler Wissenschaftsfonds kräftig aufgestockt
Sowohl in der Lehre als auch in der Forschung arbeiten die Tiroler Hochschulen bereits eng zusammen, etwa in der Mechatronik oder beim Thema Gesundheits- und Sporttourismus – zusätzlich unterstützt durch vom Land Tirol finanzierte Stiftungsprofessuren. „Zudem schaffen wir mit dem Campus Tirol zusätzlich einen Rahmen, in dem die Hochschulen effizient zusammenarbeiten können“, unterstrich Wissenschaftslandesrat Univ.-Prof. DI Dr. Bernhard Tilg. Für ihn bedeutet der „Campus Tirol“ eine weitere Bündelung der Kompetenzen, die eine klare „Win-Win-Situation“ für die beteiligten Hochschulen bringt: „Eine enge Abstimmung zwischen den Universitäten führt zu einer Qualitätssteigerung im Angebot und damit zu einer erhöhten internationalen Wahrnehmung.“ Anfang des Jahres 2014 beschloss die Tiroler Landesregierung zudem, in Zusammenarbeit mit dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), den Tiroler Wissenschaftsfonds von 800.000 auf jährlich bis zu sieben Millionen Euro aufzustocken; vier Millionen Euro davon finanziert das Land Tirol, der Rest wird aus Mitteln der Österreichischen Nationalstiftung finanziert. Die erste Million wurde bereits für insgesamt vier Projekte aus den Disziplinen Ionen- und Experimentalphysik, Geologie und Biochemie bewilligt.

Tirols Landeshauptstadt wird europaweites Vorbild
Die Maßnahmen des Landes Tirol rund um den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol haben auch wesentlich dazu beigetragen, Rahmenbedingungen aufzubauen, mit denen Tirol in der internationalen Innovations-Top Liga mitspielen kann. Das zeigt sich etwa im von der EU im 7. Forschungsrahmenprogramm geförderten Projekt Sinfonia. Durch die hochwertige und kostenefiziente Sanierung von Wohngebäuden (bis zu 66.000 m²), die Optimierung von Wärme- und Kältenetzen und den Ausbau eines intelligenten Stromnetzes („Smart Grid“) sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre in Tirols Landeshauptstadt der Energiebedarf um bis zu 50% und der CO2-Ausstoß um 20% gesenkt sowie der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtbedarf um 30% gesteigert werden. Südtirols Landeshauptstadt Bozen verfolgt in Sinfonia ähnliche Ziele, die Europäische Union unterstützt beide Städte mit bis zu 27,5 Millionen Euro. Damit ist Sinfonia das österreichweit größte Projekt, das die EU im 7. Forschungsrahmenprogramm im Bereich Smart Cities fördert. Fünf europäische Städte haben sich vertraglich verpflichtet, die in Innsbruck und Bozen umgesetzten Maßnahmen zu adaptieren, 14 weitere Städte sind an den Sinfonia-Ergebnissen ebenso interessiert. „Der Standort Tirol profitiert vierfach, weil Wertschöpfung, Wissen, internationale Sichtbarkeit beim Zukunftsthema Energie und Lebensqualität der BewohnerInnen gesteigert werden. Auch bei Sinfonia ist Vernetzung das Stichwort: Zum einen, weil ein so großes Thema wie „die Stadt der Zukunft“ nur durch das Zusammenspiel mehrerer Branchen, Disziplinen und Partner angegangen werden kann. Zum anderen, weil es dem Cluster Erneuerbare Energien der Standortagentur Tirol gelungen ist, professionelles Innovationsmanagement zu leisten und Wirtschaft und Wissenschaft in diesem Projekt zusammenzubringen, und das grenzüberschreitend zwischen Nord- und Südtirol“, freut sich Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, die hauptverantwortlich für das Zustandekommen des Leuchtturmprojekts Sinfonia ist und es als „District Leader“ in Nordtirol koordiniert.


Das Projekt Sinfonia wurde gemäß der Finanzhilfevereinbarung Nr. 609019 im Zuge des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Union für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration gefördert.


Die Cluster der Standortagentur Tirol werden aus Mitteln des Landes Tirol und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

 

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