SAT_Well_3. tiroler wellness kongress_keynote runde_foto gruppe

Experten, Unterstützer und Veranstalter v.l.n.r.
Harald Gohm, Harald Schopf, Wolfgang Schobersberger, Corinna Gleirscher, LRin Patrizia Zoller-Frischauf, Siegfried Egger, Franz Linser, Robert Ranzi

Wellness Quo Vadis?

16.06.2014
3. Tiroler Wellness Kongress

150 Teilnehmer fanden sich am 28. Mai zum 3. Tiroler Wellness Kongress in der Villa Blanka ein. Standen in den ersten beiden Kongressen Zukunftsperspektiven der Tiroler Wellnesshotellerie und Möglichkeiten zur strategischen Positionierung im Mittelpunkt, drehte sich diesmal alles um Konzentration auf das Wesentliche und damit die Besinnung auf Gesundheit. 

In den letzten Jahren besinnt sich die Gesellschaft vermehrt auf ehrliche Produkte und Dienstleistungen. Immer mehr Konsumenten wollen wissen, woher die Produkte ihres täglichen Lebens kommen, ob und wie nachhaltig diese sind und welchen Beitrag diese zum Erhalt der Gesundheit beitragen. Der Mensch wird immer älter und ist im Alter zugleich aktiver, was ihm noch nie dagewesene Möglichkeiten eröffnet. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…“ enthielt nie so viel Wahres wie heute. Dessen bewusst, sind auch Urlauberinnen und Urlauber verstärkt affin für gesundheitspräventive Angebote; das wiederum gilt als große Chance für die Wellnessbranche.

Prof. Wolfgang Schobersberger vom Institut für  Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus erläuterte in seinem Key Note beim 3. Tiroler Wellness Kongress die wissenschaftliche Basis. Schobersberger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gesundheitstouristischer Forschung. Er konnte dabei unter anderem belegen, dass richtig durchgeführter Aktivurlaub Personen mit Metabolischem Syndrom in der Höhe und im Tal physische und psychische Benefits bringt bzw. dass aktiver Wellnessurlaub von Personen mit hohem beruflichen Stressniveau in 1.700 m Höhe unter anderem sogenannte Stress-Phänomene reduziert und sogenannte Entspannungsphänomene verbessert. Zur Zeit überprüft er im Projekt AMAS III mit Partnern wie dem Institut für Gesundheitspsychologie an der UMIT oder dem Institut für Physiologie und Zentrum für Weltraummedizin Charité Berlin die Auswirkungen von alpinen Kurzurlauben auf die psychophysiologische Regenerationsfähigkeit. Die Endergebnisse erwartet man im Frühjahr 2015. Entsprechen sie, sollen auf ihrer Grundlage evidenzbasierte Tourismusprodukte entwickelt werden.

Corinna Gleirscher von der Tirol Werbung, präsentierte "Tirol bewegt". Im Rahmen dieser Angebotsgruppe bieten sechs Tiroler Regionen (TirolWest, Stubai, Ferienland Kufstein, Alpbachtal, Kaiserwinkl, Pillerseetal) im Sommer 2014 von Gesundheitscoaches und Wanderführern begleitete Bewegungsangebote in der Natur, die den Blutdruck stabilisieren, die Ausdauer trainieren und das Wohlbefinden steigern. „Diese Angebote richten sich besonders an Gäste, die im Interesse ihrer Gesundheit ihre Freude an körperlicher Betätigung zurückgewinnen wollen“, erklärte dazu Dr. Michael Brandl, Prokurist der Tirol Werbung, beim 3. Tiroler Wellness Kongress. Tipps für den Alltag zu Hause sollen zudem helfen, dass das Gesundheitsbewusstsein nicht am Tag der Abreise wieder abflaut. 

Die internationale Blickrichtung präsentierte Dr. Franz Linser. Er präsentierte unter anderem Konzepte, die der steigenden Nachfrage nach gesundheitsorientierten Urlauben bereits erfolgreich nachkommen. Die Bedürfnisse der Zielgruppe unterstrich er so: „Der betreffenden Klientel geht es nicht um die inszenierte Ablenkung von der Alltagshektik, sondern um wirksame Angebote etwa zur Reduktion von Stress und zur Erhöhung der Schlafqualität, der Regenerationsfähigkeit und der persönlichen Leistungsfähigkeit. Die persönliche Beziehung zum Gast, die Ehrlichkeit des Angebots und die Nähe zur Natur sind dabei genauso wichtig wie die fachliche Kompetenz der Anbieter und die Qualität der Dienstleistungen und Produkte."

Bedürfnissen, die Referent Harald Schopf vom Kurhaus Schärding bereits in das Zentrum seiner Angebotsentwicklung stellt. Durch die Ausrichtung auf Achtsamkeit konnte das Kurhaus Schärding eine Auslastung von 80 Prozent - Tendenz weiter steigend - erreichen. Am Nachmittag beschäftigte sich der Wellness Kongress mit den operativen Herausforderungen der Branche, wie Vertrieb, Mitarbeiterzufriedenheit, nachhaltiger Massage oder der Servicequalität. Besucher informierten sich im Ausstellungsbereich und nützten die  abschließende Kooperationsbörse zum Austausch und zur Anbahnung von Kooperationen.
 

Links
Bildergalerie
3. Tiroler Wellness Kongress 
 

Downloads
Hier können Sie alle Vorträge kostenlos downloaden

01   Gesundheitstouristische Forschung (Wolfgang Schobersberger)
02   Tirol bewegt (Tirol Werbung, Dr. Michael Brandl u. Mag. (FH) Corinna Gleirscher)
03   Wellnessbranche im Umbruch (Dr. Franz Linser)
04   Achtsamkeit - Der Gesundheitsmarkt der Zukunft? (Kurhaus Schärding, Harald Schopf)
05   So stärken Sie Ihren Direkt-Vertrieb, mehr Eigenengagement, bessere Preise (Gernot Wurm)
06   Die Zielgruppe der Allergiker & Intoleranten - Macht das Sinn? (Mag. Marianne Brettermeier u. Max Strafinger)
07   Zufriedene Mitarbeiter = Zufriedene Gäste (Franz-Josef Pirktl u. Mag. Andreas Hermann)
08   Massage ist nicht gleich Massage (Naoruba Ganzheitliches Massageinstitut)
09   Servicewüste Wellnesshotel (Ernst Crameri)
10   Best Health Zeichen - ÖQA Österr. Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität (F. Michelitsch, J. Winter)
 


Eine gemeinsame Veranstaltung der Standortagentur Tirol, Cluster Wellness Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol.

 

Zurück

nach oben