Arbeitsplätze durch Innovation

Will eine stärkere Beteiligung der Unternehmen in europäischen Projekten erreichen: Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf

Medieninformation: Europatag - Arbeitsplätze durch Innovation

08.05.2014
Die Standortagentur Tirol als EU-Servicestelle macht anlässlich des morgigen Europatages auf das neue EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 aufmerksam. Das 80 Milliarden Euro-Programm ist wirtschaftsorientiert und übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten für Forschung und Innovation.

Mit Horizon 2020 betriebliche F&E neu steigern
Forschung und Innovation tragen unmittelbar zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Standorten bei und gelten als wirkungsvolle Instrumente zur Sicherung von Arbeitsplätzen. „Gerade durch Forschung und Entwicklung sowie internationale Zusammenarbeit können unsere Betriebe Vorsprung aufbauen und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen“, betont Dr. Harald Gohm, der Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. Mit Horizon 2020, dem neuen Forschungsrahmenprogramm der EU, legt Gohm der Wirtschaft insbesondere die stärkere Nutzung der europäischen Mittel nahe: „Horizon 2020 ist wirtschaftsorientierter als bisherige EU-Programme. So unterstützt es erstmals auch innovative Produktentwicklungen. Mit einer Förderquote von 100% für Forschungsmaßnahmen und 70% für Innovationsprojekte ist es zudem finanziell ausgesprochen attraktiv. Des Weiteren ist die Administration deutlich vereinfacht und die Auswahlverfahren wurden beschleunigt. Interessierten Betrieben helfen die ExpertInnen der Standortagentur Tirol bei der Partnersuche, der Projektentwicklung und der Vorbereitung optimaler Anträge.“


Zoller-Frischauf: „Wissensvorsprung aus internationalen Partnerschaften generieren.“
Horizon 2020 ist das Nachfolgeprogramm des 7. EU Forschungsrahmenprogrammes (2007-2013) und stellt von 2014-2020 europaweit knapp 80 Milliarden Euro für Forschung und Innovation zur Verfügung. Die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf skizziert die Pläne: „Gemeinsam mit den Forschungseinrichtungen wollen wir aus dem neuen Fördertopf noch mehr abholen als bisher. 100 Millionen Euro und damit eine Steigerung um 25 Prozent halte ich für machbar. Mit den neuen Möglichkeiten zur marktnahen Forschung sollte es zudem gelingen, die Beteiligung der Tiroler Unternehmen in europäischen Projekten zu erhöhen. Aus diesen internationalen Partnerschaften kann beträchtlicher Wissensvorsprung generiert werden.“

EEN: Internationale Partner finden und neues KMU-Instrument nutzen
Die Unterstützung der Standortagentur Tirol im Rahmen der europäischen Forschungsförderung beginnt bei der Suche nach passenden internationalen Partnern über das Enterprise Europe Network, kurz EEN. In diesem Technologienetzwerk steht die Standortagentur Tirol im Austausch mit rund 600 weiteren EEN-Büros in über 50 Ländern weltweit und spürt für Tiroler Unternehmen Partner für die Entwicklung, die Lizenzierung oder den Vertrieb neuer Technologien auf. Im letzten Jahr konnte man interessierten Tiroler Unternehmen insgesamt 34 entsprechende Kontakte vermitteln.

Neu ist, dass das EEN-Büro in der Standortagentur Tirol ab Juni 2014 auch mit der Beratung zum neuen „KMU-Instrument“ in Horizon 2020 betraut ist. Das KMU-Instrument unterstützt kleine und mittlere Betriebe mit einer Einzelförderung dabei, innovative Entwicklungen zur Marktreife zu führen. Dafür stehen pro Projekt bis zu 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Andreas Zimmermann, der Geschäftsführer des Tiroler Unternehmen Sunplugged Photovoltaics, zeigte im Rahmen einer gestrigen KMU-Infotour in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft im Innsbrucker Haus der Begegnung erstes Interesse am Programm. Zimmermann berichtete im Rahmen der KMU-Infotour vor Tiroler Unternehmen von seinen bisherigen Erfahrungen mit Forschungsförderungen von Land, Bund und EU.


Links:


Horizon 2020
http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/

KMU-Instrument Horizon 2020
http://ec.europa.eu/easme/sme_en.htm

 

 

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