Foto: Standortagentur Tirol

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EU-Kommissar Johannes Hahn, Bundesminister Karlheinz Töchterle, LHStvin Ingrid Felipe und LH Günther Platter (v.li.) pflanzten heute beim Tiroler Zukunftstag gemeinsam eine Schwarzkiefer als Symbol der Ausdauer und Beständigkeit im Kurpark Igls. Foto: Land Tirol

Tirol investiert in den Ausbau des Bildungs- und Forschungsstandortes

23.10.2013
Sich immer wieder die Zeit nehmen, um notwendige zukünftige Entwicklungen in eine hochwertige Diskussion zu bringen - dafür bietet sich wie schon im vergangenen Jahr der vom Land veranstaltete Tiroler Zukunftstag an.

Heute Mittwoch fanden sich neben LH Günther Platter und LHStvin Ingrid Felipe Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und EU-Kommissar Johannes Hahn im Congress Igls ein, um über die Chancen und Risiken Tirols in den kommenden Jahren zu diskutieren.

Tiroler Forschungsfonds und Forschungsrat
„Um Tirol wettbewerbsfähig zu halten und unseren Wohlstand nachhaltig zu sichern, wollen wir daher auch neue Schwerpunkte, wir wollen Tirol als Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort ausbauen“, eröffnete LH Platter. Wichtigen Zukunftsinvestitionen wie das neue Biozentrum der Medizinischen Universität Innsbruck, der Chemie-HTL in Kramsach sowie einer landesweiten Mechatronik-Offensive sollen mit dem Neubau des MCI und dem Haus der Physik bald weitere, konkrete Schritte folgen. „Wir wollen Tirol zum Land der Forscher machen. Für diese Entwicklung sollen auch ein Tiroler Forschungsfonds, den wir jährlich mit vier Millionen Euro dotieren, und ein internationaler Forschungsrat inhaltlich die Richtungen vorgeben“, kündigte Platter an.

Schulversuch für gemeinsame Schule
Neben der Infrastruktur will LH Platter auch bei den Inhalten neue Wege gehen: „Wir brauchen mehr Mut in Bildungsfragen und müssen das Bildungssystem modernisieren und verbessern.“ Einmal mehr bekennt sich LH Platter zur in Südtirol bestens funktionierenden gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen, die nicht nur die Schwächeren fördert, sondern auch die Stärkeren fordert. „Ich bin Debatten leid, die an den eigentlichen Herausforderungen vorbeigehen. Schultypen und Schüler gegeneinander auszuspielen, ist falsch. Ich habe daher die Initiative ergriffen und gefordert, eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen in Angriff zu nehmen. Unser gemeinsames Ziel muss ein, dass alle junge Menschen vergleichbare Chancen haben und kein einziges Talent verloren geht“, so der Landeshauptmann.

Wissen schafft Zukunft
„Tirol ist ein Wissensraum mit reicher Ausstattung an bedeutenden und leistungsstarken Universitäten, Fach- und pädagogischen Hochschulen, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen“, so Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle. „Es gilt, diesen Reichtum wertzuschätzen und zu vermehren. Wissen ist aber nicht nur in Institutionen verortet, sondern sammelt sich überall an, wo Menschen kommunikativ, kreativ und produktiv tätig sind“, betont der Minister. „Aufgabe der Politik ist es, die Rahmenbedingungen zur Erhaltung und Vermehrung dieses Wissens bestens zu gestalten und es für unsere Wohlfahrt, die nicht nur im Materiellen liegt, verfügbar zu machen.“

Tirols Forschungsquote tatsächlich Nummer eins in Österreich
Bei der Forschungsquote rangiert Tirol mit 2,9 Prozent in Österreich hinter der Steiermark und Wien an dritter Stelle. „Unter dem Blickwinkel der Eigenaufbringung der Forschungsmittel liegt Tirol aber tatsächlich am ersten Platz“, stellte Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, fest. Nachvollziehbar wird das etwa im Hinblick auf die 100 Millionen-Euro Kosten für den MCI-Neubau in Innsbruck als bisher größte Investitionssumme im Bildungsbereich dieses Bundeslandes. Der Europapolitiker bewertet außerdem die Tiroler Bemühungen um eine gemeinsame Makrostrategie der Alpenregionen für den Alpenraum als richtigen Ansatz: „So kommt ein gewichtiges Sprachrohr für 50 Millionen Menschen in der EU zustande, das sind immerhin zehn Prozent der Gesamtbevölkerung mit aber wesentlich mehr als zehn Prozent Wirtschaftsleistung.“

Hier und heute solidarisch und fair
"Hier und heute ökologisch, solidarisch und fair zu handeln ist die beste Voraussetzung für ein Leben mit Zukunft. Dieses Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit fängt bei jeder und jedem einzelnen an. Wesentlich dafür ist mutige und umfassende politische Unterstützung dabei. Und dafür setzen wir uns ein," sagte LHStvin Ingrid Felipe beim Tiroler Zukunftstag in Igls. Und machte dieses tagtäglich notwendige Bewusstsein auch daran fest, dass einige BesucherInnen dieser als „green meeting“ und somit ressourcenschonend ausgerichteten Veranstaltung trotz des Angebotes eines gratis Shuttledienstes mit dem Privatauto gekommen waren.

Rückfragehinweis:
Mag. Robert Schwarz
Amt der Tiroler Landesregierung
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Eduard-Wallnöfer-Platz 3
6020 Innsbruck
Tel: +43 512 508 2247
Fax: +43 512 508 742245
robert.schwarz@tirol.gv.at

 

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