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Univ.-Prof. Dr. Grubeck-Loebenstein (li., Institut für Biomedizinische Alternsforschung) und DDr. Petra Stöck (Cluster Life Sciences Tirol) bei der Nationalen Clusterplattform anlässlich der Technologiegespräche Alpbach, 24.August 2012
Bildnachweis: Pöchhacker Innovation Consulting GmbH

Hohe Tiroler Auszeichnungen für Univ.-Prof. Dr. Beatrix Grubeck-Loebenstein und Dr. Stephan Reitinger

21.10.2013
Die Leiterin des Forschungsinstituts für Biomedizinische Alternsforschung der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Beatrix Grubeck-Loebenstein, wurde am 14. Oktober 2013 mit dem Tiroler Landespreis für Wissenschaft ausgezeichnet.

Der mit 14.000 Euro dotierte Preis geht an eine herausragende Forscherin, die sich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen an der Biomedizinischen Alternsforschung jener Forschung widmet, die zu einem gesunden Altern und mehr Lebensqualität im Alter beitragen soll: Die Biogerontologie soll alten Menschen zu möglichst langer Gesundheit und Aktivität im Leben verhelfen.

Im Mittelpunkt der nun ausgezeichneten forschenden Tätigkeit von Grubeck-Loebenstein standen und stehen alters-assoziierte Veränderungen des Immunsystems und therapeutische Strategien, um dem Funktionsverlust des Immunsystems im Alter entgegenzuwirken. So hat die Forschungsgruppe um Prof. Grubeck-Loebenstein als eine der ersten weltweit gezeigt, dass ältere Personen durch die üblichen Impfschemata nicht ausreichend gegenüber Krankheiten wie z. B. Tetanus geschützt sind (Nature Med 1998). Aufbauend auf mehrere Studien zur Auswirkung verschiedener Impfungen im Alter wurden von Prof. Grubeck-Loebenstein neue Impfstrategien entwickelt, die in die offiziellen Impfempfehlungen Österreichs für ältere Personen Eingang gefunden haben. Darüber hinaus hat sich Frau Prof. Grubeck-Loebenstein auf internationaler Ebene in die Alternsforschung eingebracht. Um nur ein Beispiel zu nennen: Als Mitglied des Steuerungskomitees des ERA-AGE Projektes (2004-2012) wirkte sie an der Entwicklung einer europäischen Strategie in der Alternsforschung mit.

Nach dem Medizinstudium in Wien wurde Beatrix Grubeck-Loebenstein 1992 Abteilungsleiterin der Immunologie am Institut für Biomedizinische Alternsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck. 2003 übernahm sie die Leitung des Forschungsinstituts für Biomedizinische Alternsforschung, das mittlerweile in die Universität Innsbruck eingegliedert wurde.

Der Tiroler Förderpreis für Wissenschaft erging an Dr. Stephan Reitinger, Mitarbeiter am Institut für Biomedizinische Alternsforschung, für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Stammzell-Forschung. Dies war im Übrigen nicht die erste Auszeichnung für den jungen Wissenschaftler, der 2010 mit einem Marie Curie Reintegration Grant von der University of British Columbia (Kanada) zurück nach Österreich geholt werden konnte. Seine Arbeit in der „Stem cell aging group“ trägt zu Erkenntnissen auf dem Gebiet der regenerativen Medizin bei: Wenn es gelingt, die Fitness von mesenchymalen Stammzellen beim alternden Menschen zu erhalten, könnten auch neuronale und immunologische Aktivität positiv beeinflusst werden.

Für den Cluster Life Sciences Tirol waren und sind das Engagement und die Expertise von Prof. Grubeck-Loebenstein sowie des gesamten Forschungsteams an der Biomedizinischen Alternsforschung essentiell für Tiroler Initiativen rund um das Thema Demografischer Wandel. Die angewandte Forschung am Institut findet ihren Niederschlag auch in regionalen interdisziplinären Kooperationsprojekten wie etwa dem Translational Research-Projekt „Smart Implants“.

Der Cluster Life Sciences Tirol gratuliert einem Clustermitglied, dem Institut für Biomedizinische Alternsforschung, und insbesondere Frau Dr. Grubeck-Loebenstein und Herrn Dr. Stephan Reitinger sehr herzlich zu diesen hohen Tiroler Auszeichnungen!



Die Arbeit des Clusters Life Sciences Tirol wird aus MItteln des Landes Tirol und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

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