Tirol in Schladming

Wissenschaftliche Spitzenleistungen aus Tirol im Rampenlicht (v.li.): Gastgeber Harald Gohm (GF Standortagentur Tirol), Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, Prof. Wolfgang Streicher (Universität Innsbruck) und Prof. Lukas Huber (Med. Universität Innsbruck; Foto: Tirol Werbung

Medieninformation: Beste Aussichten auf Tirol von Schladming aus

16.02.2013
In Schladming zeigen sich dieser Tage nicht nur die Besten des Schisports. Auch der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol präsentierte gestern Abend während der Schiweltmeisterschaft seine Stärken und Potentiale sowie seine erfolgreiche Vernetzung mit steirischen Partnern.

„Tirol hat sich in den vergangenen Jahren zu einem modernen und vielfältigen Bundesland entwickelt und ist heute ein bedeutender Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort. Tirol liegt bei der Grundlagenforschung innerhalb der Bundesländer an erster Stelle“, verwies Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle auf die Qualität der Forschung und die Leistungen der Hochschulen in Tirol. Im Hochschulbereich verfüge Tirol mit seinen drei Universitäten, dem MCI und den Fachhochschulen über hervorragende Einrichtungen, die sich längst im Spitzenfeld der heimischen Forschungslandschaft etabliert haben. Knapp 30 Prozent aller Investitionen in Forschung und Entwicklung, so Töchterle, fließen in Tirol in die Grundlagenforschung. Tirol bekenne sich dabei ganz klar zu Forschung und Innovation. Hier gebe es auch keinen Sparkurs. In den kommenden drei Jahren erhalten die beiden Tiroler Universitäten alleine über 880 Millionen Euro Globalbudget. Mit diesen und anderen Bundesmitteln werde am Standort Tirol in die Hochschulen und damit in die Bildung insbesondere der jungen Tirolerinnen und Tiroler investiert, erläuterte Töchterle. Diesen erfolgreichen Weg müsse Tirol in den nächsten Jahren konsequent weitergehen und ausbauen, etwa durch Förderung der weiteren Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft oder durch den Ausbau überregionaler Kooperationen, zeigte Töchterle in seinem Eingangsstatement Tirol als Standort mit besten Aussichten auf. Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vorwiegend aus der Steiermark folgten der Einladung der Standortagentur Tirol, um sich über Tirol als Innovationsraum zu informieren und bestehende Kontakte zu intensiveren bzw. neue zu knüpfen. „Die steirische und die Tiroler Medizintechnikbranche arbeiten erfolgreich zusammen. Auch bei den Themen Erneuerbare Energie und Materialtechnologie gibt es zwischen Betrieben und Forschungseinrichtungen beider Bundesländer wertvolle Synergien, die wir weiter ausbauen. In Schladming zu Gast zu sein erlaubt uns, den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol mit seinen Stärken und seiner Lebensqualität zu zeigen, Partner bei laufenden und zukünftigen Projekten zu treffen und unsere Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher sowie wissenschaftlicher Ebene zu vertiefen. Mit Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Streicher und Univ.-Prof. Dr. Lukas Huber haben wir außerdem zwei Aushängeschilder der Tiroler Wissenschaft mit nach Schladming bringen können, die exemplarisch die Spitzenleistungen, die in Tirol erbracht werden, verkörpern“, unterstrich Gastgeber Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, den Mehrwert des Treffens im TirolBerg, das unter Beteiligung von Tiroler Firmen wie dem Wärmepumpenhersteller Heliotherm stattfand.

Spitzenleistungen abseits der Piste
Mit seiner Präsentation zum Thema Energieeffizientes Bauen an der Universität Innsbruck lieferte der gebürtige Grazer Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Streicher einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen zur Energieautarkie Österreichs und über den Tiroler Beitrag daran. „Wir haben in Tirol eine Forschungskapazität aufgebaut, die auch in die Tiroler Wirtschaft einfließt. Außerdem sind wir international aktiv, wir konnten sowohl Projekte nach Tirol holen als auch Tiroler Firmen in internationale Projekte und die internationale Forschung einbinden“, so Wolfgang Streicher. Streicher ist seit 2010 Stiftungsprofessor für Energieeffizientes Bauen mit spezieller Berücksichtigung des Einsatzes erneuerbarer Energien an der Universität Innsbruck und arbeitet so wie seine Kollegen Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feist und Univ.-Prof. DI Dr. Michael Flach eng mit den innovationsstarken Unternehmen im Cluster Erneuerbare Energien Tirol der Standortagentur Tirol zusammen. Mit seiner Arbeit leistet er einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung und besseren Energienutzung. Mit der Entwicklung und Beurteilung personalisierter Krebstherapien, Diagnostika und IT-Lösungen machte sich Oncotyrol über die Tiroler Landesgrenzen hinaus einen Namen. Bei der Vorstellung der Krebsforschung „made in Tirol“ unterstrich Univ.-Prof. Dr. Lukas Huber, Direktor von Oncotyrol, die für seine Arbeit wesentlichen Standortvorteile: „Wir haben eine starke Universitätsklinik und international positionierte Grundlagenforschung. Durch Unterstützung von Bund und Land ist es in den letzten Jahren gelungen eine Infrastruktur hier aufzubauen, die uns große Wettbewerbsvorteile im internationalen Vergleich sichert“. Mit Hilfe des Private-Public-Partnership-Modells Oncotyrol setzen öffentliche Hand und Wirtschaft ihre verfügbaren Mittel gemeinsam effizient ein: Oncotyrol ist ein Verbund von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft zur beschleunigten Entwicklung individualisierter Krebstherapien, sowie prognostischer und präventiver Methoden. Gesellschafter der Oncotyrol GmbH sind die Medizinische Universität Innsbruck, die Tiroler Landeskrankenanstalten, die Landesuniversität UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik), die Standortagentur Tirol sowie das CEMIT, Center of Excellence in Medicine and IT Gmbh. Im Bereich der Wissenschaft stehen die drei Tiroler Universitäten – Medizinische Universität Innsbruck, Universität Innsbruck, UMIT – im Zentrum. Sie arbeiten mit internationalen Wissenschaftspartnern zusammen. Auf Seiten der Wirtschaft sind regionale, überregionale und international agierende Konzerne beteiligt, darunter Ratiopharm, Celgene Biotech Austria, der US-Pharmakonzern Merck & Co oder das Weizman Center in Tel Aviv.


Rückfrageinformation:
Standortagentur Tirol
Mag. Florian Schallhart
florian.schallhart@standort-tirol.at
+43.512.576262.14
+43.676.843101214
 

Zurück

nach oben