Foto: Standortagentur Tirol

Informationen aus erster Hand

v.li.: Robert Ranzi, Jeannine Moosbrugger (beide Cluster Wellness Tirol, Standortagentur Tirol), Daria Sprenger (Amt der Tiroler Landesregierung), Otto Fichtl (Verein für Konsumenteninformation), Georg Hechenblaikner (Congress Alpbach), Bruno Abegg (ITF/HTW Chur);

Rückschau: fafga Symposium - Gesellschaftliche Verantwortung schafft "enkeltauglichen" Tourismus

19.09.2012
Ökologie, Ökonomie und soziale Aspekte -Voraussetzungen um auch zukünftig Unternehmen und Gästen die Vorzüge Tirols zu bewahren.

Gesellschaftliche Verantwortung schafft "enkeltauglichen" Tourismus
Tirol ist weltweit bekannt als Tourismusregion. Das harmonische Zusammenspiel von Ökologie, Ökonomie und sozialen Aspekten ist Voraussetzung, um auch zukünftigen Generationen von Unternehmen und Gästen die Vorzüge Tirols zu bewahren.
Der Begriff Enkeltauglichkeit geht auf die Nachhaltigkeitsdiskussion zurück. Konkret dreht es sich um die Frage, was wir tun müssen, damit wir mit unserem Handeln heute nicht die Möglichkeiten kommender Generationen, also unserer Enkel, beeinträchtigen. Denn wer will sich schon von seinen Kindern und Kindeskindern vorwerfen lassen, für ein Schlamassel verantwortlich zu sein?“, so Dr. Bruno Abegg, Projektleiter im Tourismusstudium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur/Schweiz. Dr. Abegg hielt den Eröffnungsvortrag beim Symposium "Enkeltauglicher Tourismus in der alpinen Region", das der Cluster Wellness Tirol im Rahmen der fafga’12 Alpine Superior am 18. September 2012 ausrichtete.

"Freude geben - Freude bekommen"
ist das Motto des Alpenressort Schwarz in Mieming. Vor vielen Jahren bereits hat die Familie Pirktl erkannt, dass zufriedene Gäste nur durch zufriedene Mitarbeiter erreicht werden. Im Rahmen des Projektes "Schwarz Inside" erarbeiteten Mitarbeiter unter der engagierten Leitung der Hoteldirektorin Frau Pirktl verschiedenste Maßnahmen und Angebote um die wertvolle Ressource Mensch ideal zu betreuen. Dazu gehören Basisprogramme wie ein einheitliches Entlohnungssystem, flexible Arbeitszeiten, Abteilungsziele und Jahresboni. Doch hier geht Mitarbeiterführung viel weiter. Eine vergleichende Zielkarte (die Balanced Score Card) zeigt jedem Mitarbeiter genau an, welchen Anteil seine Arbeit am Gesamtziel des Betriebes hat. Zusätzliche Anreize für das Personal gibt es in Form von vergünstigten Hotelleistungen, Nutzung der Wellness- und Spaanlage, Boni für Besuche der internen Schwarzakademie uvm. "Zufriedene Mitarbeiter bringen zufriedene Gäste, identifizieren sich mit dem Betrieb, sind gesund, haben ein größeres Verantwortungsbewußtsein und so ergibt sich am Ende eine niedrigere Mitarbeiterfluktuation und somit geringere Personalkosten." so Franz-Josef Pirktl, Geschäftsführer des Alpenressort Schwarz.

Raumverträgliche Tourismusentwicklung für Tirol
Jeder beteiligte Akteur, von der Politik über Unternehmen bis hin zum Gast, steht in der gesellschaftlichen Verantwortung. Raumverträgliche Tourismusentwicklung schützt Natur und Landschaft als wichtige touristische Erfolgsfaktoren auch für spätere Generationen, macht sie aber auch einer behutsamen Nutzung zugänglich. Das zunehmende Mobilitätsbedürfnis der Gäste etwa muss durch innovatives Verkehrsmanagement und attraktive Angebote des öffentlichen Verkehrs befriedigt werden, stellte DI Daria Sprenger, Leiterin des Fachbereichs überörtliche Raumordnung im Amt der Tiroler Landesregierung in ihrem Vortrag einen Kernpunkt enkeltauglichen Tourismus heraus.

Glaubwürdige Anstrengungen statt Etikettenschwindel
Weltweit gibt es mehr als 100 Gütesiegel für umweltfreundliche und nachhaltige touristische Angebote. Trotz der Gefahr der Verirrung im Labeldschungel kann für touristische Unternehmen der Erwerb etwa des Zertifikats „enkeltauglich“ aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll und gewinnbringend sein. Bei der Vielfalt und der unterschiedlichen Qualität der einzelnen Tourismuslabels gilt es aber, die Seriösität und Unabhängigkeit einer Zertifizierung genau zu prüfen. Glaubwürdige Gütesiegel bieten kritischen KonsumentInnen jedenfalls eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Urlaubsplanung“, war sich DI Otto Fichtl vom Verein für Konsumenteninformation in seinen Ausführungen sicher.

Vorträge zum Download:
1) Bruno Abegg: Enkeltauglicher Tourismus - eine Notwendigkeit?
2) Daria Sprenger: Raumverträgliche Tourismusentwicklung in Tirol
3) Georg Hechenblaikner: Die Green Meeting Destination Alpbach stellt sich vor
4) Franz-Josef Pirktl: "Freude geben - Freude bekommen" - das Motto des Trigos Gewinners 2011
5) Herwig Ronacher: Green Spa - energieeffiziente Wellnessanlagen und Tourismusbauten
6) Otto Fichtl: "Grüne" Zertifizierungen - gibt es nicht schon genug?

 


 

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