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Harald Stossier vom VIVA-Resort erteilte auch Tipps für die Praxis.

Gesundheitstourismus - Perspektiven für Tirol

14.09.2011
Symposium des Cluster Wellness Tirol auf der Fachmesse für innovative Gastlichkeit in Innsbruck

Tirol kann zur Gesundheitsdestination 2020 werden! Darüber waren sich alle Referenten des Symposiums "Gesundheitsstourismus - Perspektiven für Tirol" einig. Denn unsere Gesellschaft erlebt gerade eine interessante Entwicklung. Von der immer schneller werdenden Technologisierung geprägt, sehnt sich der Mensch nach Entschleunigung, Erholung und Regeneration. Unzählige Studien, Umfragen und Analysen bestätigen diesen zukunftsträchtigen Megatrend. "Gesundheitsorientierte und medizinisch begründete Reisen haben mittlerweile ein Volumen von insgesamt 9,4 Mio. Reisen in Europa erreicht, Tendenz steigend. Europaweit nahm der gesundheitsorientierte Urlaub im Ausland in den vergangenen fünf Jahren um 38 Prozent zu." (vgl. Österreich Werbung, 2011).

Der vom Wirtschaftstheoretiker Nefiodow (2010) angekündigte sechste Kondratieffzyklus „Umwelt & Gesundheit“ wird die nunmehr beginnende nächste „Lange Welle der Konjunktur“ (für eine Periode von 40-60 Jahren) vorbereiten und einleiten. Laut Nefiodow gilt der Gesundheitsmarkt als „Wachstumslokomotive“ für das 21. Jahrhundert.

Um diesen Trend hinsichtlich seiner Perspektiven für Tirol zu analysieren, organisierte der Cluster Wellness Tirol zum dritten Mal ein Symposium im Rahmen der FAFGA. Und zum dritten Mal gelang es, ein hochkarätiges Podium mit Experten aus Wissenschaft und Praxis zu präsentieren.

Josef Gunsch (Physiotherm GmbH und Beiratssprecher) präsentierte die Clustervision und ist von den Chancen Tirols überzeugt. "Tirol hat beste Voraussetzungen, um sich den Megatrend Gesundheit zu Nutze zu machen und langfristig erfolgreich zu sein. In der Kombination eines hervorragenden Gesundheitssystems mit dem Weltrenomée des Tiroler Tourismus können wir die klare Nummer 1 im Gesundheitstourismus weltweit sein und die Standards in diesem Bereich vorgeben", so Gunsch.

Margit Schäfer (MCI) mahnte die "Übereifrigen" zu klarer Angebotspositionierung. Für einen gelungenen Gesundheitstourismus brauche es die Zusammenarbeit verschiedenster Kompetenzen. Ein "Think Tank Tirol" ist Ihr Ansatz. "Ein Gesundheitshotel braucht die Zusammenarbeit von medizinischen, psychologischen, therapeutischen, aber auch architektonischen und gerontologischen Experten". Dies trage dann auch der Bevölkerungsentwicklung der nächsten Jahrzehnte Rechnung.

Im internationalen Vergleich sieht Franz Linser (Linser & Partner) viel Konkurrenz auf uns zukommen. Auf der ganzen Welt seien derzeit namhafte Destinationen dabei, Geld zu investieren, um sich als Gesundheitsdestination zu vermarkten. Thailand, die Philippinen oder Mecklenburg-Vorpommern machen ihre Hausaufgaben. "Umfassende Qualitätshandbücher, gesundheitstouristische Förderungen und themenspezifische Veranstaltungen umrahmen die fokussierte Destinationsentwicklung, die wir auch in Tirol brauchen werden", so Linser.

Den Abschluss machte Harald Stossier (VIVA). Er präsentierte praktische Tipps, welche zum Erfolg eines Gesundheitshotels zählen. Hervorzuheben sei das Team, das mit fachlicher und vor allem sozialer Kompetenz den Geist des Hauses authentisch transportiere. So konsumiere auch jeder Mitarbeiter einmal jährlich selbst die gesamte Anwendungspalette, um den Gast dann optimal beraten zu können. Ganz wichtig ist für Stossier auch die Betreuung nach dem Urlaub: "Der Gesundheitsgast sollte immer etwas mit nach Hause mitnehmen. So können die Gäste im VIVA-Resort in der hauseigenen Küche gleich vor Ort lernen, die neuen Rezepte zu kochen. Ein umfassendes, erfolgreiches Konzept!" 
 

Downloads


Tirol Vision 2010 (pdf)
Josef Gunsch (Physiotherm)

Gesundheitstourismus in Tirol - Status quo, quo vadis? (pdf)
Margit Schäfer (MCI)

Gesundheitsdestination Tirol im internationalen Vergleich: Chancen & Risiken. (pdf)
Franz Linser (Linser & Partner

Was ist bei einem erfolgreich geführten Gesundheitszentrum wichtig? (pdf)
Harald Stossier (VIVA)

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