Foto: Standortagentur Tirol

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Bewerben bis Sonntag im Rahmen der 15. Int. Passivhaustagung - DEM weltweit wichtigsten und größten Kongress für energieeffizientes Bauen - in Innsbruck die Passivhaustechnologie und DEN Innovationsstandort für energieeffizientes Bauen - Tirol: vlnr. Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Veranstalter und Passivhaus-Entwickler Wolfgang Feist sowie Harald Gohm.

Die offizielle Tagungspressekonferenz zur 15. Internationalen Passivhaustagung in Innsbruck findet morgen, am 28. Mai 2011, ab 11.00 Uhr, im 3. OG des Congress Innsbruck statt.

Medieninformation: Hoch hinaus mit energieeffizientem Bau

27.05.2011
15. Internationale Passivhaustagung: Gastgeberland Tirol entwickelt Innovationen für energieeffizienten Bau am laufenden Band

In Tirol ragen nicht nur die schönsten Berge in den Himmel. Längst stellt der Standort mit Anlagen wie dem Lodenareal oder dem Olympischen Dorf 3 für die bevorstehenden Youth Olympic Games 2012 einige der attraktivsten Vorzeigeobjekte für energieeffizientes Bauen in Europa. Verständlich also, dass Innsbruck vom 27.- 29. Mai 2011 Gastgeber der 15. Internationalen Passivhaustagung ist. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt noch einen anderen Grund: Tirol ist auch bei Forschung und Entwicklung zum Thema groß; Innovationsführer für Passivhauskomponenten wie das Unternehmen Freisinger Fensterbau kommen aus Tirol. Wissenschaftliche Expertise liefert mit gleich drei spezialisierten Professuren die Universität Innsbruck während der Cluster Erneuerbare Energien Tirol Anwendungsforschung durch Vernetzung vorantreibt.

AlphaWin – Revolution am Fenstermarkt kommt aus Tirol
Als „Heizung der Zukunft“ gelten vom deutschen Passivhausinstitut zertifizierte Passivhausfenster. Eine Zukunft, auf die das Ebbser Unternehmen Freisinger Fensterbau im Jahr 1998 als eines der ersten setzte. Eine ganze Reihe von Entwicklungen und Patenten später, ist Freisinger international als Vorreiter für energiesparende Holz- und Holz-Aluminium-Fenster bekannt. Freisinger ist Gründer der Unternehmensgruppe Optiwin, die die patentierten Fensterprodukte weiter entwickelt und international vermarktet. Mittlerweile produzieren und vertreiben 14 europäische Unternehmen OPTIWIN-Produkte. Mit AlphaWin, dem ersten rahmenlosen Passivhausfenster, bringt OPTIWIN soeben eine echte Revolution auf den Markt. „Die AlphaWin-Fenster sind soeben zur Serienreife gelangt. Revolutionär ist zum einen, dass die AlphaWin-Fenster optisch die Spitze der Fenster-Evolution anführen. Durch die subtile Optik, „verschwindet“ das Fenster für den Betrachter: Von außen ist nur das Glas sichtbar; durch die schlanken Rahmen und das reduzierte, puristische Design verschwindet der Fensterrahmen auch innen fast völlig. Und zum anderen überzeugt unsere Innovation mit besten Energiewerten und natürlich der Eignung für zertifizierte Passivhäuser“, erklärt Josef Freisinger, Geschäftsführer der Freisinger Fensterbau GmbH, die auf der Internationalen Passivhaustagung auf Stand-Nr. DO 1.7. ausstellt.

Innovationskraft aus universitärer Stärke und KMU-Engagement
Mit drei spezialisierten Forschungsgruppen an der Fakultät für Bauingenieurswissenschaften – Passivhausentwickler Prof. Wolfgang Feist (Bauphysik), Prof. Michael Flach (Holzbau) und Prof. Wolfgang Streicher (Energieeffizientes Bauen und erneuerbare Energien) - bietet die Universität Innsbruck dem Standort und seinen Wirtschaftstreibenden ein Alleinstellungsmerkmal, das seinesgleichen sucht. Die patentierten detigaTM-Dachmodule der Innsbrucker Metallwerke F. Deutsch sind in Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Universität Innsbruck entstanden. Die integralen Dachmodule verbinden in einem montagefertig produzierten Dachhautsystem Elemente zur Stromerzeugung (Photovoltaik) und/oder Warmwasseraufbereitung (Solarthermie) mit Elementen für Isolation oder Schallschutz. Die Zusammenstellung der jeweiligen Module erfolgt je nach Ausrichtung oder Neigungsgrad der einzukleidenden Dächer – so kann das Energiepotenzial eines jeden Daches optimal genützt werden. „Wir haben dabei unterstützt, die bauphysikalischen Herausforderungen aus der Verbindung unterschiedlicher Materialien im System zu meistern“, informiert Forschungspartner Prof. Wolfgang Feist, der mit seinem Passivhausinstitut soeben die 15. Internationale Passivhaustagung in Innsbruck ausrichtet.

Prof. Feist, der den Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen am Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck leitet, stellt fest: „Die Erfahrung zeigt, dass in unserem Sektor engagierte Klein- und Mittelbetriebe eher radikale Neuheiten zu entwickeln vermögen als große Unternehmen. Entsprechend eng wird die Zusammenarbeit der Professuren Feist, Flach und Streicher mit den Tiroler Betrieben auch künftig ausfallen. Mit meiner Forschungsgruppe plane ich mit Partnern wie der Firma Siko Solar oder Holzbau Schafferer soeben ein neues, gemeinsames Projekt: unser Ziel ist die Entwicklung neuer Produkte und Komponenten zur Nutzung sämtlicher Energieeffizienzpotenziale eines Gebäudes.“

Cluster vernetzt technische Vielfalt für innovative Systemlösungen
Wegbereiter solcher Kooperationen und damit Drehscheibe für die angewandte Forschung ist der Cluster Erneuerbare Energien Tirol. Knapp ein Viertel der 89 aktiven Mitglieder aus Wirtschaft und Wissenschaft hat sich auf energieeffizientes Bauen spezialisiert, mit dem Management des Clusters hat das Land Tirol seine Standortagentur beauftragt. Zur Clusterpolitik informiert Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, die der 15. Internationalen Passivhaustagung heute einen Besuch abstattete: „Die Arbeit des Clusters unterstützt auch die Durchdringung heimischer Bauten mit höchsten Standards wie der Passivhaustechnologie. Noch wichtiger ist mir heute aber der Auftrag an den Cluster, auf die Tiroler Innovationskraft im Sektor international aufmerksam zu machen. Deshalb unterstützt unsere Standortagentur die 15. Internationale Passivhaustagung und nutzt die Plattform zur Standortvermarktung.“

Der Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, Dr. Harald Gohm, weist auf besondere Stärken im Cluster Erneuerbare Energien Tirol hin: „Die Tiroler Wirtschaft ist im gesamten technischen Bereich von Wasserkraft über Solartechnologie, Photovoltaik, Wärmepumpen und Biogas bis hin zur Windkraft gut aufgestellt. Aus diesem Grund treiben wir auch Vernetzung so intensiv voran. Denn die Vielfalt birgt – unter der Voraussetzung, dass die Spezialisten zusammen arbeiten – eine große Chance für innovative Systemlösungen. Auch für den energieeffizienten Bau.“ An welchen Systemlösungen Unternehmen aus dem Cluster Erneuerbare Energien Tirol wie zum Beispiel der Wärmepumpenspezialist Heliotherm oder der Solarpionier Siko Solar aus Jenbach zum Zeitpunkt arbeiten, das erfahren Besucher der 15. Internationalen Passivhaustagung auf Stand-Nr. DO 3.6., den die Standortagentur Tirol gemeinsam mit Partner aus dem Cluster Erneuerbare Energien Tirol bespielt.

Das Engagement der Standortagentur Tirol bei der 15. Internationalen Passivhaustagung findet im Rahmen des EU-Projektes ENERBUILD statt und wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des ALPINE SPACE Programms kofinanziert.  Detailierte Informationen zum Projekt finden Sie unter www.enerbuild.eu. Neben der Präsenz im Messebereich der 15. Internationalen Passivhaustagung umfasst dieses Engagement auch die Planung und Organisation von Exkursionen zu Tiroler Vorzeigebauten im Passivahausstandard sowie zu führenden Tiroler Herstellern im Sektor Passivhausbau:

Exkursionsguide zur 15. Internationalen Passivhaustagung
Der Cluster Erneuerbare Energien Tirol in der Standortagentur Tirol organisiert im Rahmen der 15. Internationalen Passivhaustagung in Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Passivhausinstitut Innsbruck Exkursionen zu ausgewählten Tiroler Energieeffizienzbauten. Insgesamt sechs Touren führen am 29. Mai unter anderem zu Passivhauswohnanlagen wie dem Lodenareal oder dem entstehenden O-Dorf 3, zur Aktivhaus-Wohnanlage Kramsach, zu ökologischen Vorzeigeprojekten beim Passivhaus-Holzbau (Wohnanlage Jenbach, Energiehauspark), zu wirkungsvollen Sanierungen öffentlicher Gebäude wie dem Gemeindehaus Karrösten sowie zu führenden Komponentenherstellern wie Freisinger Fensterbau oder Heliotherm Wärmepumpentechnik. 


 

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