Foto: Standortagentur Tirol

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v.l.n.r.: DI Uwe Remer (2E-mechatronic GmbH), Richard Neumann (SWARCO), Dr. Michael Jäger (Standortagentur Tirol), Patrick Haberstroh (Cluster Mechatronik Bayern), Heiko Bartschat (Cluster Mechatronik Bayern), Mag. Klaus Meyer (Standortagentur Tirol), Mag. Christian Anselm MSc(Bartenbach LichtLabor)

Rückschau: Lichttechnologien der Zukunft

19.06.2011
Innovationen aus dem Bereich Lichtplanung und LED und Besichtigung des Bartenbach LichtLabors

In einer Kooperationsveranstaltung präsentierten die Cluster Mechatronik und Erneuerbare Energien Tirol am 17. Mai 2011 im Bartenbach LichtLabor, gemeinsam mit Energie Tirol, der TIWAG und dem Cluster Mechatronik Bayern, die neuesten Entwicklungen rund um das Thema LED-Technologien. Zahlreiche Besucher konnten sich nicht nur über die Anforderungen an die Lichtplanung und LED-Produktionsprozesse informieren, sondern hatten auch die einmalige Gelegenheit wahrgenommen, das Unternehmen Bartenbach und dessen Innovationen in einem Firmenrundgang näher kennen zu lernen.

Prof. Christian Bartenbach sprach über die ganzheitliche Planung und Konzeption von Tageslicht. Bartenbach erarbeitet architekturintegrierte Lösungen, welche eine hervorragende Tageslichtversorgung mit minimalstem Wärmeeintrag kombinieren. "Denn das Ziel ist eine optimale Wirtschaftlichkeit gepaart mit höchstem visuellem und thermischem Komfort", so Prof. Bartenbach. Über zukünftige MID-LED-Anwendungen für medizintechnische Produkte informierte Herr DI Uwe Remer von der 2E-mechtronic GmbH. MID steht dabei für Molded Interconnect Devices. Das Verfahren des Laserdirektstrukturierens erlaubt unter anderem den Einsatz in der Medizintechnik. Die Leuchtelemente haben eine bis zu 6-fache Lebensdauer bei gleichzeitig gestiegener Leuchtkraft und geringerem Energieverbrauch. In einer sechmonatigen Entwicklungszeit ist ein kompaktes LED-Element entstanden, das Einsatz in der Dentaltechnik findet und wesentliche Vorteile gegenüber konventionellen Hochdrucklampen bietet. Frau DI Birgit Bauer-Groitl, Geschäftsführerin der Deutschen Technoplast GmbH, präsentierte die Herausforderungen des Produktionsprozesses von SMT-LEDs. Das Produktspektrum wird immer breiter und das bei gleichzeitg steigender Zuverlässigkeit und zunehmender Lebensdauer des Produkts. Besonderes Augenmerk wird vor allem auf Optische Qualität „0 ppm“ –Partikel-/Fremdstoff-Freiheit und einer Null-Fehler-Strategie in der Produktion gelegt.

Nach einer kurzen Pause wurden im zweiten Teil der Veranstaltung die Themen Energieeffizienz und physiologische Auswirkungen von Licht behandelt. Robert Gratzel (Bartenbach LichtLabor) sprach über energieschonende Beleuchtungstechnik und wie diese vorallem in Gebäuden umzusetzen ist. Das heimische Unternehmen SWARCO setzt ganz auf den Einsatz von LED-Technik für die Bereiche Verkehrssicherheit und Straßenbeleuchtung. Richard Neumann (SWARCO) stellte LED-Signalgeber mit zentraler Lichtquelle, LED-Signalgebers mit Fokus auf Öko-Design und die erste LED-Straßenbeleuchtung mit Verkehrsleitfunktion vor. Im letzten Vortrag wurde die Wirkungsweise von Licht auf den Menschen näher beleuchtet. DI Markus Canazei vom Bartenbach LichtLabor erklärte, dass das Ziel der Lichtwirkungsforschung vor allem die Schaffung von wissenschaftlich verifizierten Lichtplanungen und Beleuchtungsprodukten ist. Unumgänglich sei deshalb ein interdisziplinärer Forschungsansatz aus den Bereichen Medizin, Physik, Mathematik, Psychologie, Architektur und Lichttechnik.

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2E-mechatronic
Deutsche Technoplast GmbH
SWARCO

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