Bestmarke

Präsentierten zur Tiroler Betriebsansiedlung für das Jahr 2014 eine Rekordbilanz und stellten ihre Pläne für den Standort Tirol vor, vlnr.: Roman Clara (EOS Austria), LRin Patrizia Zoller-Frischauf, Heinz Tretter (Kristallturm GmbH & Co KG) sowie Harald Gohm (Standortagentur Tirol) mit dem Modell eines Kristallturm Kletterparks.

Medieninformation: Bestmarke bei Tiroler Betriebsansiedlung

11.02.2015
Standortagentur Tirol bilanziert 23 Gründungen internationaler Investoren im Jahr 2014. Zuwächse auch bei Investitionssumme und Arbeitsplätzen. Forschungs- & Entwicklungsvorhaben bringen weitere Höherqualifizierung. Deutschland wieder wichtigster Investor.

Die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf zieht bei den internationalen Betriebsansiedlungen eine Rekordbilanz für 2014: „So viele Investoren wie noch nie entscheiden sich für Tirol. Im Jahr 2014 haben sich insgesamt 23 internationale Unternehmen neu angesiedelt. Das entspricht einer Steigerung von mehr als einem Drittel gegenüber 2013 und dem besten Jahresergebnis bisher“, freut sich Zoller-Frischauf. Die mit Hilfe der Standortagentur Tirol aus dem Ausland angesiedelten Betriebe planen an ihren Tiroler Standorten erste Investitionen in Höhe von insgesamt rund 14 Millionen Euro und wollen zunächst 183 neue Arbeitsplätze schaffen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 13 Prozent bei den Startinvestitionen (+1,6 Millionen Euro gegenüber 2013) sowie einer nahezu Verdopplung bei den Arbeitsplätzen (+90 gegenüber 2013). Die durchschnittliche Zahl der Arbeitsplätze pro angesiedeltem Betrieb steigt damit auf 8 (2013: 5,5). Bei 14 der 23 Auslandsansiedlungen kam es zu einer Zusammenarbeit mit der ABA-Invest in Austria, der Betriebsansiedlungsagentur des Bundes.

 

Hochwertige Arbeitsplätze in überdurchschnittlich vielen F&E-Unternehmen

„Die entstehenden Arbeitsplätze sind hochwertige und krisenfeste Arbeitsplätze. Denn mit sieben Unternehmen will ein knappes Drittel der 23 Auslandsansiedlungen am Standort Forschung und Entwicklung betreiben. So liefert die Betriebsansiedlung auch einen wichtigen Beitrag zur erforderlichen Höherqualifizierung“, informiert Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und detailliert: „Die F&E-Vorhaben der Auslandsansiedler betreffen die Bereiche Energie- und Umwelttechnik, IT und Informatik.“ So etabliert die Nirobo Metallverarbeitungs GmbH mit Sitz in Mainhausen bei Frankfurt einen Standort in Söll, in dem insbesondere Forschung und Entwicklung für neue Kalt-Umformtechniken von Bogen-Normteilen betrieben werden soll. Die Tiroler Niederlassung firmiert als KW Umformtechnik GmbH und bezieht zum Zeitpunkt eine 800 m² große Produktionshalle im Söller Gewerbepark Ried.

 

Weitere Beispiele für Investoren mit F&E-Vorhaben am Standort Tirol sind im Fachbereich IT die EOS Austria GmbH, Innsbruck, beziehungsweise die KristallTurm GmbH & Co KG, die in Achenkirch ansiedelt. Die EOS Austria GmbH ist eine Tochter der italienischen EOS Solutions-Gruppe. Zu den Kernkompetenzen von EOS Austria GmbH zählen die Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen sowie die Implementierung von Microsoft Dynamics NAV und Microsoft Dynamics CRM. Für seine Innovationsvorhaben am Standort Tirol vernetzt sich EOS Austria bereits im Cluster IT Tirol. Zu den Zielen der neuen Österreich-Zentrale am Standort Tirol informiert Geschäftsführer Roman Clara: "Wir möchten die mittelständischen Tiroler Unternehmen mit unserem Know-how und mit unseren Produkten so unterstützen und begleiten, dass sie sich schneller an geänderte Marktbedingungen anpassen sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können."

 

Die KristallTurm GmbH & Co KG mit Zentrale im bayrischen Lenggries entwickelt und produziert innovative Hochseilgartensysteme für den internationalen Markt. Das Unternehmen baut patentierte Stahlkonstruktionen in sechseckiger Form, hat seinen Umsatz seit 2010 mehr als vervierfacht und beschäftigt 13 Mitarbeiter in Bayern sowie 15 Vertriebsmitarbeiter weltweit. „Mit Hilfe des zusätzlichen Standortes in Tirol wollen wir unser dynamisches Wachstum fortsetzen. Dazu starten wir bereits im Frühjahr in Achenkirch den Bau eines eigenen Gebäudes für Entwicklung, Produktion und Vertrieb“, informiert Heinz Tretter, der Gründer der Firma KristallTurm zu den bevorstehenden Aktivitäten. Im letzten Oktober ist die KristallTurm GmbH & Co KG auf dem deutschen Bundeskongress der Handwerksjunioren als „Top Gründer im Handwerk“ 2014 ausgezeichnet worden. Der Betrieb ist zudem Träger des Bayerischen Innovationspreises 2012 sowie des Bayerischen Staatspreises 2011.

 

Deutschland führt vor Italien und der Schweiz; Wetter Wild zieht in den Bezirk Landeck

Gab es im Vergleichsjahr 2013 bei den führenden Herkunftsländern Deutschland und Italien zuletzt noch einen Gleichstand (je 6 Unternehmen), geht Deutschland im Jahr 2014 deutlich in Führung. Mit 11 Ansiedlungen legt es um über 80 Prozent zu und wird vor Italien mit erneut sechs Ansiedlungen wieder wichtigster Investor in Tirol. Weitere zwei Auslandsgründungen kommen im Jahr 2014 bereits aus der Schweiz, welche die Standortagentur Tirol seit 2013 als dritten Kernmarkt aufbaut. Je ein ausländisches Unternehmen lässt sich aus den USA, den Niederlanden, Belgien und aus Rumänien am Standort nieder. Zusätzlich zu den 23 Auslandsansiedlungen hat sich im Jahr 2014 auch ein steirisches Unternehmen in Tirol niedergelassen. Einer der Schweizer Ansiedler ist der Unternehmer Markus Wetter aus Appenzell, der zur Verarbeitung und zum Verkauf von Wildspezialitäten eine Zweigniederlassung der Wetter Wild in Pettneu im Bezirk Landeck errichtet. Genauer Standort ist das Gewerbegebiet Schnann. Dort ist der Bau des Betriebsgebäudes für den Herbst 2015 geplant.

 

Gohm: „Bessere Stimmung brachte Entscheidungen, Planung bleibt vorsichtig.“

„Beim Ansiedler-Spitzenreiter Deutschland kommt zum Tragen, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft aufgehellt hat. Das hat die Entscheidungsprozesse verschiedener Investoren beschleunigt. Sämtliche Ansiedler planen die ersten Schritte am neuen Standort dennoch weiterhin sehr vorsichtig“, bewertet Dr. Harald Gohm, der Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, das Ergebnis. Die Entwicklung im besonders konjunktursensiblen Ansiedlungsgeschäft für das Jahr 2015 bleibt laut Gohm abzuwarten, der ergänzt: „Allerdings konnten wir in 2014 nach einer Vermarktungsoffensive der letzten Jahre insgesamt 125 Projekte und damit auch so viele potenzielle Ansiedlungen wie noch nie betreuen. Und wir sind mit bereits über 100 zu betreuenden Projekten in das Jahr 2015 gestartet. Aus Sicht der Pipeline sind die Aussichten also sehr gut.“

 

 

 

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