Wellness - Wirkung - Sprache

Gesundheitskommunikation am Prüfstand

15.10.2015

Erfolgreiche Angebote im Gesundheitstourismus müssen auf einer evidenzbasierten Grundlage fußen, seriöse Gesundheitskommunikation dem Gast die Wirkung ehrlich vermitteln, so die einhellige Expertenmeinung beim Dialog Wellness – Wirkung – Sprache organisiert vom Cluster Wellness Tirol.

So präsentierte Univ.- Prof. Dr. Arnulf Hartl von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg entsprechende Studien, die die Wachstumspotenziale im Gesundheitstourismus untermauern: Die wissenschaftliche Grundlage spiele gerade im Gesundheitstourismus eine bedeutende Rolle. Denn die bestätigte gesundheitliche Wirkung unterscheide den Gesundheitstourismus vom Wellnesstourismus, wo passives Wohlfühlen und Genießen im Zentrum steht, so Hartl. Dabei kommen der Angebotsentwicklung im Gesundheitstourismus zahlreich vorhandene Studien zugute, etwa aus den Bereichen Sport oder Regeneration.

Ebenso wichtig wie die wissenschaftliche Grundlagenarbeit schätzt Dr. Andrea Wöber die gezielte Kommunikation dieses wissenschaftlichen Gehalts von Gesundheitsangeboten an den Kunden ein. Wöber, Gründerin der ersten Agentur für Gesundheitskommunikation in Österreich mit Kunden wie Baxter, Wrighley und Astra Zeneca, nennt dazu drei Erfolgsfaktoren: Die wissenschaftliche Grundlage von Angeboten müsste serviceorientiert aufbereitet werden, d.h. der Nutzen für den Kunden/Patienten müsse erkenntlich sein und in konkrete Ratschläge übersetzt werden. Langfristige Partnerschaften wie Kooperationen mit unabhängigen Experten, etwa Medizinern, die die wissenschaftliche Grundlage untermauern, ohne dabei Interessen des anbietenden Unternehmens zu vertreten, erzeugten zusätzliches Vertrauen. Und letztlich müsse Gesundheitskommunikation den Informationsgehalt in den Mittelpunkt stellen und auf leere Floskeln verzichten.

Download: "Gesundheitskommunikation, die wirkt" (Dr. Andrea Wöber)

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