EEN Erfolgsstory

Internationale Vernetzung bei Tiroler Innovationsbetrieben wie Villinger GmbH

25.10.2016
Enterprise Europe Network - Internationaler Marktplatz für Technologie- und Geschäftspartner

Internationale Vernetzung bei Tiroler Innovationsbetrieben

Es ist hinreichend bekannt, dass sich erfolgreiche Unternehmen zunehmest an globalen Märkten orientieren. Weniger bekannt ist hingegen, wie internationale Netzwerke effizient und Erfolg bringend aufgebaut werden können. Geeignete internationale Geschäfts- und Kooperationspartner finden ist für Klein- und Mittelbetriebe eine oftmals ressourcen- und zeitintensive Aufgabe. Ein Tiroler Unternehmen erklärt seine Erfolgsstrategie bei der Suche neuer Partner, außerhalb von Messen und Fachkongressen.  

Viele Tiroler Unternehmen sind auf der Suche nach internationalen Kooperationspartnern und besuchen regelmäßig Messen, Netzwerkveranstaltungen und Fachvorträge wo sie nach potentiellen Partnern Ausschau halten. In persönlichen Gesprächen kann sofort festgestellt werden, ob Interesse für ein gemeinsames Geschäft oder Kooperationsprojekt besteht. Messen und Co bedeuten für die Unternehmen jedoch auch hoher Zeit- und Kostenaufwand.

Auch Markus Villinger von Villinger GmbH kennt dieses Problem und stöhnt, wenn er an die vielen Reisen rund um den Globus denkt, um potentielle Partner aus der Branche zu treffen. Seit 2015 hat der findige Unternehmer des innovativen Tiroler Kleinunternehmens aus Mieders jedoch eine weitere Alternative, wie er potentielle Geschäftspartner finden kann. „Bei einem Treffen mit der Standortagentur Tirol bin ich auf das Enterprise Europe Network aufmerksam geworden“, erinnert sich Villinger.

Internationaler Marktplatz für Technologie- und Geschäftspartner

Dieses internationale Netzwerk bietet eine Reihe von Services, insbesondere für KMUs. Darunter auch eine Online Plattform zur Geschäftspartnersuche. Unternehmen können unter den mehr als 9.000 Profilen ihren geeigneten Partner finden. Mittels Suchfilter wie Technologie Keywords oder Branchen erhalten Unternehmen entsprechende Profile für potentielle Kooperationspartner. Wer lieber gefunden werden möchte oder kein geeignetes Ergebnis aus der Suche erzielen konnte setzt ein eigenes Profil auf. Die Profile in der Datenbank sind anonymisiert, d.h. dass aus dem Text keinerlei Hinweise auf das dahinter stehende Unternehmen zu finden sind. Die Technologie steht im Vordergrund. Unternehmen die sich für ein Profil oder besser gesagt für die Technologie und das dahinter stehende Unternehmen interessieren, können eine so genannte Interessensbekundung abgeben. Hier werden weitere Informationen eingeholt und der Erstkontakt geknüpft. Viele Tiroler Unternehmen nutzen die Plattform bereits. Gut zwei Duzend Tiroler Unternehmen haben eigene Profile zur aktiven Suche nach Technologiepartnern veröffentlicht. Je nach Profiltyp (Technologieangebot, Technologienachfrage, oder F&E) und Sektor erhalten die Unternehmen konkrete Kooperationsanfragen. Allgemein erhalten Profile von Österreichischen Unternehmen durchschnittlich ca. 3 Interessensbekundungen pro Profil. Das ist weit über den EU-Durchschnitt von 1,4.  

Anonyme Profile mit Technologieschwerpunkt

Auch Villinger Technologies GmbH, das eine innovative Beschichtungstechnologie speziell für die Luftfahrtindustrie entwickelt hat, veröffentlichte ein Technologieprofil auf dem Marktplatz. „Gemeinsam mit dem Enterprise Europe Network Team der Standortagentur Tirol haben wir ein Technologieprofil erstellt“, erklärt Geschäftsführer Markus Villinger. „Bereits nach wenigen Wochen ist die erste Interessensbekundung eingetroffen. Inzwischen haben wir in den vergangenen zwölf Monaten sechs konkrete Anfragen zu Kooperationen erhalten“, so Villinger weiter. Angefangen von Partnerschaften für internationale Forschungsprojekte bis hin zu Entwicklungsprojekten mit Großunternehmen. Nicht jede Interessensbekundung führt automatisch zu einer Kooperation. „Derzeit sind wir mit zwei Unternehmen aus Holland und der Slowakei in weiterführenden Verhandlungen. Die Aussichten zur gemeinsamen Kooperation stehen ganz gut“, aber mehr will der Geschäftsführer und Hobbyflieger noch nicht verraten. „Ich hätte nicht geglaubt, dass wir über den online Marktplatz des Enterprise Europe Network so zahlreiche und gute Kontakte finden würden“, gesteht Villinger. „Wir haben nur sehr wenig Zeit investieren müssen, da das Team der Standortagentur viele Aufgaben übernimmt“. Da die Profile anonym sind, erhalten die Unternehmen keine direkten Anfragen, sondern werden zuerst über das System des Enterprise Europe Network gefiltert. „Ich erhalte die aufbereiteten Informationen der Unternehmen und wir können direkt in die konkreten Gespräche gehen, da bereits die ersten Informationen ausgetauscht sind. Beide Parteien sparen somit viel Zeit“ so Villinger. Neben den Klein- und Mittelbetriebe nutzen auch viele Großunternehmen die Plattform, um auf neue und innovative Technologien aufmerksam zu werden.  

Mehr als 600 Netzwerk Partner weltweit

Die Standortagentur Tirol ist Partner des Enterprise Europe Network und unterstützt Tiroler Unternehmen bei der Internationalisierung. Als lokaler Ansprechpartner berät das Team des Enterprise Europe Network neben den Partnering Services auch bei Innovation Management und internationalen Förderungen. Alle Services des Enterprise Europe Network sind für Tiroler Unternehmen kostenlos.    

 

 

 

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