Foto: Standortagentur Tirol

Technologietransfer

Erfolgsbeispiel Oberflächengewässer-Vermessung aus der Luft: V. li. Michael Herrmann (Flughafen Innsbruck), Universitätsprofessor Markus Aufleger (Uni Innsbruck/AHM AirborneHydroMapping GmbH), Marcus Hofer (Gründungszentrum Start Up Tirol GmbH), Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Frank Steinbacher (AHM AirborneHydroMapping GmbH).

Gründungszentrum Start Up Tirol GmbH nimmt Tätigkeit auf

30.10.2017
Land Tirol investiert eine Million Euro in neue universitäre Ausgründungen

Im März dieses Jahres konnte sich das Konzept für die „Gründungszentrum Start Up Tirol GmbH“ eine Förderzusage des Infrastrukturministeriums in Höhe von 1,8 Millionen Euro im Programm „AplusB Scale Up“ sichern. Jetzt nimmt die neue Gesellschaft ihre Tätigkeit auf und begleitet in Tirol technologieorientierte Start-ups mit hohem Wachstumspotenzial bei der Geschäftsfeldentwicklung. Das Land Tirol finanziert die Arbeit der Gründungszentrum Start Up Tirol GmbH mit 960.000 Euro. Damit stehen der Gesellschaft für ihre Arbeit in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 2,8 Millionen Euro an Finanzmitteln zur Verfügung.


Schub für Technologietransfer aus Hochschulen
„Die ‚Start Up Tirol GmbH‘ bietet Starthilfe für Forscherinnen und Forscher, die ein Unternehmen gründen und forciert den Technologietransfer aus den heimischen Hochschulen. Aus den Technologie-Pionieren von heute sollen die wettbewerbsfähigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber von morgen werden“, berichtet die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf: „Jährlich kann die ‚Start Up Tirol GmbH‘ bis zu zehn Top-Ausgründungen auf dem Weg zur Markt- und Investmentreife begleiten und beim internationalen Markteintritt unterstützen.“ Alle Tiroler Hochschulen sind Partner und gemeinsam mit der Standortagentur Tirol und Wirtschaftskammer Tirol auch Gesellschafter der neuen Einrichtung.

Neuer Fokus auf Markeintritt, Internationalisierung und Finanzierung
Die „Gründungszentrum Start Up Tirol GmbH“ setzt die Aktivitäten des von 2002 bis 2017 in Tirol tätigen AplusB-Zentrums CAST fort. „Damit können gründende Forscherinnen und Forscher auf das Know-how einer erfahrenen Serviceeinrichtung zugreifen“, unterstreicht LRin Zoller-Frischauf. Lag der Beratungsfokus im CAST in der Vorgründungsphase, werden Technologie-Start-ups ab jetzt vor allem dabei unterstützt, ihren Markt zu erschließen, Schritte in Richtung Internationalisierung zu setzen und Kapitalpartner zu gewinnen. Über Ansiedlung des Teams der „Start Up Tirol GmbH“ in der Standortagentur Tirol können sich die Berater ganz auf die jeweils maßgeschneiderte, intensive Begleitung von Spin-offs konzentrieren. Diese erhalten mit der neuen Organisation zudem einen direkten Zugang in die Tiroler Cluster, zu den Leistungen des Investorennetzwerks Tirol sowie zu den Partnern des Vereins Startup.Tirol.


Hightech-Arbeitsplätze geschaffen
Das neue Landes-Investment baut nachhaltig auf die bisherige Cofinanzierung für das CAST in Höhe von rund sechs Millionen Euro auf. Damit begleitete man in den letzten 15 Jahren u.a. 85 Unternehmensgründungen mit Hochschulhintergrund, die bis dato etwa 400 hochwertige Arbeitsplätze aufbauen konnten. 80 Prozent der unterstützten Unternehmen messen dem Service eine hohe Bedeutung für ihren Geschäftserfolg zu.


Erfolgsbeispiel Oberflächengewässer-Vermessung aus der Luft
So auch die AHM AirborneHydroMapping GmbH, der es gelungen ist, ein neues Verfahren für die Vermessung von Oberflächengewässern aus der Luft wirtschaftlich zu nutzen. „Wir setzen heute mit 14 Hightech-Arbeitsplätzen in Tirol jährlich rund 1,4 Millionen Euro um“, fassen die Gründer Markus Aufleger von der Universität Innsbruck und Frank Steinbacher den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Ausgründung in Zahlen.

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