Foto: Standortagentur Tirol

Elektromobile Kooperation

Der niederländische Botschafter Marco Hennis, Judith Williams (PIB-Kooperationsprogramm), Alois Bauer (Mattro), LRin Patrizia Zoller-Frischauf und Marcus Hofer (Standortagentur Tirol) (vlnr) setzen für wirtschaftliches Wachsen mit Elektromobilität auf internationale Zusammenarbeit.

Medieninformation: Elektromobilität - Tirol und die Niederlande starten Kooperation

28.09.2017

  •  Die Standortagentur Tirol und der niederländische Cluster des Partners for International Business-Programms „Erfolgsformeln verbinden – nachhaltige Mobilität und Energie in Österreich und in den Niederlanden“ unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung.
     
  • Die Kooperation setzt auf den Aufbau und Austausch von Wissen mit dem Ziel wirtschaftliches Wachstum durch Elektromobilität.
     
  • Schwerpunkte liegen beim intelligentem Laden und nachhaltiger Tourismus-Mobilität
     
  • Startschuss zur Zusammenarbeit fällt während des Besuchs einer niederländischen Wirtschaftsdelegation unter Patronanz des Niederländischen Botschafters Marco Hennis und Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

 


Der  beschleunigte Ausbau der Elektromobilität ist Ziel einer Kooperation zwischen der Standortagentur Tirol und dem Cluster des niederländischen International Business (PIB) Programms „Erfolgsformeln verbinden – nachhaltige Mobilität und Energie in Österreich und in den Niederlanden“. PIB ist ein Kooperationsprogramm, in dem niederländische Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in Zusammenarbeit mit The Netherlands Enterprise Agency, der Niederländischen Botschaft und österreichischen Partnern von 2017-2019 die Themenfelder E-Mobilität in den Bereichen intelligentes Laden, Zero Emission-Tourismus und Zero Emission-Schwertransport in verschiedenen Projekten erforschen und entwickeln. Der Startschuss zur Zusammenarbeit ist unter Patronanz der Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und des Niederländischen Botschafters in Österreich, S.E. Marco Hennis, beim Tiroler Elektromobilentwickler Mattro Mobility Revolutions im Rahmen des Besuchs einer niederländischen Wirtschaftsdelegation gefallen. „Mit den zunehmenden Beschränkungen für Verbrennungsmotoren hat die Elektromobilität nun den Wind im Rücken, den sie braucht, um von den großen Automarken wahrgenommen zu werden. Deshalb birgt unsere Zusammenarbeit gerade jetzt erhebliche Chancen für Fortschritt beim Thema, fördert die Wirtschaftsbeziehungen an sich und spiegelt den innovativen Geist der Niederlande und Tirol vortrefflich wieder“, nimmt der niederländische Botschafter Marco Hennis Stellung. Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung ist die niederländische Wirtschaftsdelegation zu Besichtigungen bei der SWARCO-Gruppe und in der Werkstätte Wattens weitergereist.


Zoller-Frischauf: „Am Wachstumsmarkt Elektromobilität teilnehmen“

Laut einer aktuellen Studie des VCÖ waren Österreich und die Niederlande im 1. Halbjahr 2017 mit 1,4 Prozent Marktanteil reiner Elektroautos an den PKW-Neuzulassungen die eMobility-Spitzenreiter der EU. Auch in Tirol erreichten Elektroautos im 1. Halbjahr 2017 einen Marktanteil von 1,4 Prozent der PKW-Neuzulassungen nach 1,2 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. LRin Patrizia Zoller-Frischauf erklärt: „Wir sind nicht nur bei der Zulassung von Elektroautos vorne mit dabei, ebenso punktet Tirol mit wissenschaftlichem Know-how und innovativen Mobilitätslösungen namhafter Unternehmen. Davon können sich Delegationsteilnehmer aus den Niederlanden im Rahmen ihres zweitägigen Tirol-Besuches gerade persönlich überzeugen. Über die neue Kooperation soll es jetzt noch mehr Tiroler Unternehmen gelingen, vom Wachstumsmarkt Elektromobilität zu profitieren.“ Zoller-Frischauf ist Vorsitzende des Kuratoriums der Standortagentur Tirol, welche den Aufbau und den Austausch von Wissen zwischen niederländischen und Tiroler Partnern auf Tiroler Seite koordiniert. Dazu wird diese Workshops, Matchmaking Events und Trendreisen organisieren. Inhaltlichen Mehrwert erwartet die Standortagentur beim Betrieb von E-Fahrzeugen, für den Aufbau der Ladeinfrastruktur, bei der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle und strategischen Maßnahmen seitens öffentlicher Hand. Gerade beim Ausbau der Ladeinfrastruktur und Anforderungen an deren Intraoperabilität sowie an das intelligente Laden zählen die Niederlande zur Weltspitze. Sie verfügen über das dichteste Ladenetz Europas und betreiben mit dem „Living Lab Smart Charging“ seit Herbst 2016 ein großes Versuchslabor für das intelligente Laden von Elektrofahrzeugen.


Zero-Emission Touristenmobilität zwischen Niederlanden und Tirol

Darüber hinaus bestehen Anknüpfungspunkte auch in einem Bereich, in dem Tirol und die Niederlande seit Generationen verbunden sind, dem Tourismus. An beiden Standorten wird zum Zeitpunkt an emissionsfreien touristischen Mobilitätskonzepten geforscht oder arbeiten Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen rund um Elektromobilität im Tourismus. Tiroler Beispiele sind das Unternehmen Greenstorm Mobility, die Ziesel Adventure Tours und Parks von Mattro, das Projekt „Tirol auf Schiene“ der Tirol Werbung oder das Projekt „Easy Travel – New mobility concepts in tourism“, in dem die Universität Innsbruck und Partner ein elektromobiles „Rundumsorglospaket“ für nicht PKW-Anreisende entwickeln. In den Niederlanden andererseits hat man kürzlich das PIB-Konsortiumsprojekt „Forschungs- und Politikagendas bezüglich Zero-Emission touristischer Mobilität“ gestartet. Dessen Ziele stellte bei einem Round Table vor Tiroler Experten der Projektleiter Prof. Paul Peeters vom Centre for Sustainability, Tourism and Transport an der NHTV Breda University of Applied Science vor. „Wir wollen den Umstieg auf Elektromobilität sowohl bei der An- und Abreise als auch beim Aufenthalt von Gästen forcieren und erarbeiten die zugehörige Forschungs- und Politikagenda gemeinsam mit Tiroler Fachleuten. Weil der internationale Tourismus fünf Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verursacht und 75 Prozent der touristischen CO2-Emissionen allein beim Gästetransport entstehen, kann und muss Zero-Emission Touristenmobilität einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

 

Die Kooperation zwischen der Standortagentur Tirol und den Partnern des Programmes „Erfolgsformeln verbinden – nachhaltige Mobilität und Energie in Österreich und in den Niederlanden“ ist Teil des Aktionsprogrammes Elektromobilität im Rahmen der Initiative „So fährt Tirol 2050“ der Tiroler Landesregierung.


 

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