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Nachhaltigkeit

CHEERS4EU-Studienreise nach Asturien: Neue Impulse für die Kreislaufwirtschaft in Tirol

CHEERS4EU-Studienreise nach Asturien: Neue Impulse für die Kreislaufwirtschaft in Tirol

19.02.2025
Ein Team der Standortagentur Tirol besuchte im Rahmen des EU-Projekts CHEERS4EU die spanische Region Asturien. Dort konnte es erfolgreiche Modelle der Kreislaufwirtschaft kennen lernen. Die Erkenntnisse aus der Reise werden mit regionalen Stakeholdern reflektiert und fließen direkt in die Weiterentwicklung des Circular Hub Tirol ein. Außerdem helfen sie mit, nachhaltige Wirtschaftsstrukturen in Europa zu etablieren und zu stärken.

Vom 28. bis 30. Januar 2025 reiste ein Team der Standortagentur Tirol nach Asturien, um sich über innovative Lösungen der Kreislaufwirtschaft zu informieren. Ziel war es, erfolgreiche Projekte vor Ort kennenzulernen und daraus wertvolle Ideen für Tirol abzuleiten. 

Die Projektpartner:innen aus sieben europäischen Regionen durchliefen ein Assessment, um die Stärken und Schwächen ihrer regionalen Circular Hubs zu analysieren und darauf aufbauend Chancen und Potentiale zu identifizieren. Neben diesem Peer-Learning-Ansatz stand der Austausch über politische Maßnahmen im Mittelpunkt, welche den Ausbau der Kreislaufwirtschaft fördern können.  

Ein weiterer Fokus lag auf konkreten Umsetzungsbeispielen. In Fachvorträgen wurden die regionalen Strategien und erfolgreichen Projekte Asturiens vorgestellt, darunter der Asturias Paradise Hub 4 Circularity (AsPH4C), der Unternehmen bei der Umstellung auf eine nachhaltige Produktion unterstützt. 

Bei Exkursionen erhielten die Teilnehmer:innen Einblicke in innovative Betriebe, wie das Kraftwerk La Pereda und die Abfallwirtschaftsanlage COGERSA. Ersteres entwickelt neue Methoden zur Energiegewinnung und Reduktion von CO₂. In zweiterer werden Abfälle recycelt und zu neuen Brennstoffen verarbeitet. 

Die Teilnehmer:innen informierten sich auch über die nachhaltige Nutzung von Ressourcen in der Industrie. Es wurde gezeigt, wie Unternehmen Wasser wiederverwenden und Restgase aus der Produktion sinnvoll nutzen können. In zwei weiteren Exkursionen wurden die Kläranlage Villapérez und das GASLAB von ArcelorMittal besucht.  

Neue Impulse für Tirol

Die Studienreise brachte wertvolle Erkenntnisse, die in die Arbeit des Circular Hub Tirol einfließen. So können bewährte Lösungen aus Asturien auf Tiroler Verhältnisse angepasst werden, um die Kreislaufwirtschaft vor Ort weiterzuentwickeln. 

Die Erkenntnisse werden in einem regionalen Stakeholderboard reflektiert und gemeinsam diskutiert, welche Aspekte für Tirol besonderes Potential haben. Das Stakeholderboard ist nach dem Multi-Helix Prinzip zusammengesetzt mit Schlüsselakteur:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Intermediären. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse im regionalen Kontext den bestmöglichen Mehrwert bieten.  Form 

CHEERS4EU treib Kreislaufwirtschaft in Europa voran 

CHEERS4EU ist das erste EU-Projekt, das sich speziell mit Circular Hubs befasst. Die Standortagentur Tirol ist mit dem Circular Hub Tirol aktiv beteiligt, während das Land Tirol als Partner unterstützt. Ziel ist es, durch den Austausch von Wissen Schlüsselfaktoren für die Entstehung von Circular Hubs in Europa zu identifizieren und diese in regionalen Policy Instrumenten zu verankern. . 

Drei zentrale Themen stehen im Fokus: 

  • Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschung und Verwaltung: Gemeinsam Synergien nutzen und nachhaltige Lösungen entwickeln.
  • Kreislauffähige Geschäftsmodelle: Unternehmen dabei helfen, ressourcenschonend zu wirtschaften.
  • Gesellschaftlicher Nutzen: Positive Auswirkungen der Kreislaufwirtschaft für alle sichtbar machen. 

Mit konkreten Policy Empfehlungen trägt CHEERS4EU dazu bei, den Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu beschleunigen. Der Circular Hub Tirol unterstützt Unternehmen aktiv auf diesem Weg undbietet Beratung für innovative Ideen. 

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