Bildnachweis: Standortagentur Tirol

Digitalisierung

Top-Speaker:innen gaben heute viele interessante Einblicke in die Welt der Digitalisierung.

digital.tirol-Impulstag beleuchtet Chancen und Herausforderungen der digitalen Zukunft

02.04.2025
In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Transformation immer größere gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung erlangen, fand im Zuge der Tiroler Innovationswoche am 2. April 2025 der digital.tirol-Impulstag mit dem Schwerpunktthema "Von Daten zu KI" auf der Villa Blanka in Innsbruck statt.

Roman Seyyed von digital.tirol, Gastgeber des digital.tirol-Impulstags, informierte bei seiner Begrüßung: „Digitalisierung betrifft uns alle auf verschiedenen Ebenen und wir bei digital.tirol versuchen, diese Ebenen bestmöglich abzudecken.“ digital.tirol ist ein umfassendes Expert:innen-Netzwerk, bestehend aus der Standortagentur Tirol, der Industriellenvereinigung Tirol, der Lebensraum Tirol Holding, der Wirtschaftskammer Tirol sowie der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), welches durch gemeinsame Projekte die digitale Entwicklung in Tirol vorantreibt. 

Keynotes von Expert:innen aus renommierten Unternehmen wie Microsoft, Magenta Telekom oder Swarovski Optik sowie Praxis-Impulse und Expert:innen-Workshops lockten über 200 Besucher:innen zur Veranstaltung auf die Villa Blanka, um über die Potenziale und Herausforderungen der digitalen Zukunft zu diskutieren. „Die Plätze für die praxisorientieren Workshops waren schnell ausgebucht, das Interesse zum Thema ist groß“, so Roman Seyyed.

„Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Zukunftsthema, sie ist Realität und ein entscheidender Treiber für wirtschaftliches Wachstum, Effizienz Steigerung und gesellschaftlichen Fortschritt. Tirol hat sich in den letzten Jahren als ein Zentrum für Innovation etabliert. Unsere Region vereint Tradition mit modernster Technologie und bietet einen fruchtbaren Boden für zukunftsweisende Entwicklungen“, so Mario Gerber, Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung.

Neben der technologischen Perspektive wurde auch die Rolle von Unternehmen und der Wirtschaft im digitalen Wandel thematisiert. „Veranstaltungen wie der heutige digital.tirol-Impulstag sind essenziell, um die Zusammenarbeit von Unternehmen zu fördern“, erklärt Mario Gerber weiter.

Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz

Die Chancen, welche KI bietet, sind enorm. Sie eröffnet komplett neue Wege – von der Automatisierung von Prozessen über personalisierte Dienstleistungen bis hin zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme. Doch ebenso wichtig ist es, die Risiken und ständigen Herausforderungen, vor die uns KI stellt, im Blick zu behalten.

„Die digitale Transformation fordert uns heraus, uns an eine Welt anzupassen, die wir selbst geschaffen haben. Technologien wie KI sind der Schlüssel, um die Geschwindigkeit und Komplexität der Daten zu meistern, die unser biologisches Gehirn allein nicht bewältigen kann“, erklärte der Experte für digitale und KI-gestützte Transformation Nahed Hatahet in seiner Eröffnungskeynote.

Breites Themenspektrum bei Vorträgen, Praxisimpulsen und Hands-on Workshops

In verschiedenen Vorträgen und Praxisimpulsen, die den Tag füllten, wurden Themen wie Digitalisierung im Tiroler Tourismus, KI und digitale Geschäftsmodelle, Datensicherheit oder digitale Innovationen in der Medizin behandelt. „Digitale Innovationen können zum Beispiel die Patient:innenversorgung verbessern und der Zugang wird durch digitale Apps erleichtert“, so Dr. Arno Melitopulos von der Österreichischen Gesundheitskasse. „Wir können damit besser forschen und bessere Versorgungssysteme etablieren“, sagt er weiter.

Bei ihrem Vortrag zum Thema Data Governance ging Natalie Ségur-Cabanac, Datenschutzbeauftrage von Magenta Telekom, auf den verantwortungsvollen Umgang mit Daten in Unternehmen ein. „Datenschutz und Datensicherheit laut DSGVO müssen gewährleistet sein, das ist ganz essenziell“, sagt Ségur-Cabanac. Ein Data Governance Framework im Unternehmen einzuführen, erfordert eine Analyse der Datenlandschaft, Stakeholder müssen eingebunden werden, Rollen und Verantwortlichkeiten müssen definiert und Richtlinien sowie Standards müssen entwickelt werden, bevor Technologien implementiert werden können. „Wichtig ist, dass man in Schulungen und Weiterbildungen für Mitarbeiter:innen investiert, um Data Governance Framework erfolgreich umzusetzen“, so die Datenrechts- und Telekommunikationsregulierungsexpertin.

Bei den Nachmittagsworkshops war die Hands-on Mentalität der Teilnehmer:innen gefragt. datahub.tirol stellte in seinem Workshop den Use Case “Veranstaltungsdaten” vor. Fraunhofer Austria und DIH West diskutierten konkrete Anwendungsfälle der KI und deren Chancen und Risiken. Am Stand von KI Mobil Austria informierte Fraunhofer zusätzlich über das mobile Labor, mit dem Unternehmen ein tiefgreifendes Verständnis für KI vermittelt und gezeigt wird, wie diese Technologie praxisnah erlebt und angewendet werden kann. Parallel dazu teilten Christopher Siller und Sara M. Hanser von Alexander Thamm Gmbh ihr Wissen über Multi-KI-Agents und die nächsten Schritte in der KI.

Zum Abschluss konnte man das Event bei Zeit zum Netzwerken mit Speaker:innen, Unternehmensvertreter:innen und KI-Interessierten ausklingen lassen und die Informationen und Erkenntnisse, die während des Tages gewonnen wurden, gemeinsam Revue passieren lassen.

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