Previous Page  24-25 / 64 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 24-25 / 64 Next Page
Page Background

22

· Tätigkeitsbericht 2016 ·

23

Standortmarketing

„Mit dem Attribut höchster Co-

working Space der Alpen erregt

der COWO Tirol überregionale

Aufmerksamkeit. Vor allem aber

steht der COWO Tirol für neue

Wege im Zusammenspiel von

urbanem und ländlichem Raum.

Davon profitieren der Standort

Tirol und die Landes-

hauptstadt Innsbruck

gleichermaßen.“

Christine Oppitz-Plörer

Bürgermeisterin Innsbruck

projekte aus Asien und Israel ermöglichen“, hält dazu Harald

Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, fest.

Erstmals, betonten FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth

und aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister, sei man mit

den Start-ups aus dem Global Incubator Network nach Tirol

gekommen, um Kooperationen mit Tiroler Unternehmen

und dem Tiroler Investorennetzwerk anzustoßen, dass dafür

gleich der höchstgelegene Coworking Space der Alpen zur

Verfügung stand, war nicht nur für Egerth und Sagmeister

eine positiver „Nebeneffekt“. „Es ist schön hier oben, der

Ausblick ist unschlagbar. Und ich finde, es ist ein sehr guter

Working Space mit einer super Internet-Verbindung. Und

er ist komfortabel“, resümierte Cindy aus Singapur. Und ihr

Start-up-Kollege François aus Hongkong ergänzte: „Neben

dem schönen Ausblick gibt es eine gute Verbindung zwischen

den verschiedenen Interessengruppen. Und da ist auch ein

gutes öffentliches Transportsystem, was es einfach macht,

herzukommen. Und es gibt eine gute Unterstützung durch

die lokalen Ansprechpartner, was Grundvoraussetzung ist in

so einem Bereich.“

Über 200 Besucherinnen und Besucher zählte man in den

14 Arbeitstagen der ersten COWO-Phase im Oktober 2016,

29 „Single“-Coworker und 200 Interessierte in 17-Besu-

cher-Gruppen nutzten – abseits von Veranstaltungen wie

z.B. dem Start-up-Club – die 30 Arbeitsplätze hoch über

den Dächern Innsbrucks. Anfragen für die Wintersaison

2016/2017 zeigten, dass der Platz zum Tüfteln und Entwi-

ckeln angenommen wird, folglich öffnete der COWO Tirol

von Jänner bis April 2017 nochmals als Kreativplatz dienstags

und mittwochs (auf Nachfrage auch von Donnerstag bis

Montag) seine Pforten. Für den Tiroler Tourismusexperten

Harald Pechlaner zeigt der COWO Tirol dem Land auch neue

Entwicklungsperspektiven: „Zum ersten Mal werden in den

Alpen Tourismus, Wirtschaft, neu aufkommende Gästebe-

dürfnisse und moderne, junge Arbeitswelten miteinander ver-

bunden. Urlaub, Natur und Arbeiten sind kein Entweder-oder

mehr. Der Tourismus- und Wirtschaftsstandort Tirol ist mit

diesem Projekt absoluter Vorreiter und hat damit das Poten-

zial, sich langfristig sowohl wirtschaftlich als auch touristisch

zu positionieren, junge und mobile Arbeitswelten zu bedienen

und innovative Formen der Wertschöpfung zu erschließen.“

Standortmarketing

Ungewohnte Gäste fanden sich im Oktober

2016 im Panoramarestaurant am

Patscherkofel ein – Start-ups, EPUs und

etablierte Unternehmen nutzten die

adaptierten Räumlichkeiten als

höchstgelegenen Coworking Space der Alpen.

S

chon zweimal in der Geschichte war der Patscherkofel Gold

wert. 1964 sicherte sich der Vorarlberger Eduard Zim-

mermann die Goldmedaille im Olympiaabfahrtslauf, zwölf

Jahre später beendete der Kärntner Franz Klammer nach 1:45,73

Minuten seinen Arbeitstag, holte damit Gold, machte Österreich

glücklich und sich selbst zur Legende. Zimmermann und Klammer

gondelten so wie Millionen Skifahrer und Bergwanderer mit der

ehrwürdigen, 1928 in Betrieb genommenen Patscherkofelbahn auf

den Innsbrucker Hausberg, im Oktober 2016 allerdings brachten

die zwei Seilbahnkabinen ungewohnte Gäste auf 2.246 Meter See-

höhe. Heimische und internationale Start-ups, EPUs und etablierte

Unternehmen machten nutzten das Panoramarestaurant an der

Bergstation der Patscherkofelbahn als COWO Tirol, den höchstge-

legenen Coworking Space der Alpen.

Arbeitsplätze mit Höchstleistungs-Internetzugang sowie Be-

sprechungs- und Präsentationsräume standen auf Initiative der

Standortagentur Tirol in Zusammenarbeit mit der Stadt Inns-

bruck, Patscherkofelbahn, IKB und dem TVB Innsbruck zur

Verfügung, die Überlegung war, neue Formen des Arbeitens

und des Wirtschaftens für Tirol aufzuzeigen, indem auf einem

Berggipfel ein urbanes Arbeitsumfeld angeboten wird. Gestartet

wurde am 3. Oktober, schon in den ersten Tagen konnte man am

Kofel internationales Flair verspüren. Eingeladen im Rahmen des

„Global Incubator Networks“ (GIN), eine Initiative der Österrei-

chischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG und der Austria

Wirtschaftsservice Gesellschaft aws, fanden sich zehn ausgewählte

Start-ups aus Asien und Israel am COWO Tirol ein und trafen

dabei auf heimische Unternehmen sowie Vertreter der Uni Inns-

bruck und des MCI. „Durch die Zusammenarbeit mit der FFG und

der aws im Rahmen von GIN wollen wir gezielt auch Ansiedlungs-

Arbeiten als Gipfelerlebnis